Die weite Reise einer Hochzeitskarte aus dem Allgäu!

Wenn Menschen den Bund der Ehe schließen dann gibt es neben den "Klassikern" auch viele schöne Bräuche. Einer davon ist Karten mittels Luftballons steigen zu lassen, in der Hoffnung, dass diese auch gefunden werden weil das den Brautleuten zusätzliches Glück bringt. Das haben auch Nora & Florian gemacht, die sich in Buxheim, im deutschen Allgäu, am 7. Juli 2017 das Ja-Wort gegeben haben! Wahrscheinlich sind dann auch etliche Ballons gestartet worden und ebenso wahrscheinlich ist es auch, dass so manche schon beim Start "verglühten". Der Wunsch einer möglichst langen Reise der meisten Ballons ist ebenso legitim wie jener des gefunden werdens. Von einem können wir an dieser Stelle berichten!

Von jenem nämlich, der es bis nach Kärnten schaffte, genauer gesagt bis in den Muraunberg, im Süden der Stadt St. Veit an der Glan! In jenen Wald in dem meine Frau am 27. Juli 20017 vergeblich versuchte Schwammerln zu finden. Hartnäckig wie sie nun einmal ist stieg sie weiter bis ins tiefste Dickicht, um dann doch fündig zu werden - die Karte aus Bayern war's, die an der Schnur des roten Luftballons im Gestrüpp lag. An einer Stelle wo sich üblicherweise kaum ein Mensch hinein verirrt!

Die Karte, die einen Weg von mindestens 350 Kilometer (gerade Luftlinie) überstanden hat, die mit der Bitte versehen war, diese an das Brautpaar zu senden, weil dies Glück bringt, muss natürlich an den Absender zurück, was auch geschah. Aufgrund der Besonderheit der Geschichte war es uns auch ein Anliegen, diese Story als positiven Beitrag des Tages an eine Tageszeitung zu senden. Und die Kleine Zeitung Kärnten war dann auch so nett, diesen am 8. August 2017 zu veröffentlichen!

Wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dies das mediale Ende der Aktion war. Denn es ging weiter, und wie!

Gleich am Tag des Erscheinens des Artikels in der Kleinen Zeitung meldete sich beim österreichischen Musiksender Ö3 und kündigte den Wunsch zu einem Interview für die Ö3 Drivetime-Show an. Gesagt getan (siehe Flo und Nora Teil 1). Da sich das Brautpaar auf die Rücksendung der Karte noch immer nicht gemeldet hat ließ Ö3 nicht locker und nahm Kontakt zum deutschen Partnersender Bayern 3 auf, die bei der Suche der beiden helfen soll. Das ist auch gelungen! Daher gab es am nächsten Tag im Ö3 Wecker Ausschnitte aus der Telefonkonferenz zu hören, die Elisabeth mit Flo führte. Der Grund des Nichtmeldens ist ein verständlicher, die beiden flittern noch! An dieser Stelle also euch beiden die besten Wünsche zur Hochzeit, verbunden mit ewigen Glück, welches aufgrund der Karte sowieso gewährleistet sein müsste!

Medienberichte - Kleine Zeitung,
Ö3 und Bayern3
An dieser Stelle vielen Dank
- an meine Frau als Finderin und vor allem ihrer Initiative
- an die Kleine Zeitung, die sich der Geschichte annahm
- an Ö3 für die Verbreitung in der Drivetime und dem Wecker
- an Bayern3 für die tatkräftige Unterstützung
und natürlich herzlichen Glückwunsch an das Brautpaar!

Nachfolgend die Links zu
- der Geschichte in der Kleinen Zeitung
  und auf der Facebook-Seite der Kleinen Zeitung
- die tolle Aufbereitung auf Ö3
  und auf der Facebook-Seite von Ö3
das gelöste Rätsel durch Bayern3
  und auf der Facebook-Seite von Bayern3
- Ö3 Drivetime - Interview mit der Finderin
- Ö3 Wecker - Telefonkonferenz Finderin und Bräutigam

Laufstrecken in Kärnten: St. Veit - Ranftlhof-Taggenbrunn

Kärnten ist ein Paradies, die Landschaft einzigartig und die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung unbegrenzt! Laufen kann man hier überall! Nicht nur deshalb habe ich mir vorgenommen, ab sofort und regelmäßig einige Laufstrecken hier im Blog vorzustellen. Bei der ersten handelt es sich um eine meiner Lieblingsstrecken! Sie ist einigermaßen anspruchsvoll, führt vorwiegend durch bewaldetes Gebiet und weist doch so manche Höhenmeter auf.

Track St. Veit: Ranftlhof-Zensweg-Pupitsch-Hunnenbrunn-Sand-Tschirnig
Nachdem die meisten Läufer in St. Veit vom Hallenbad aus starten (sofern sie in Gruppen unterwegs sind) habe auch ich diesen beliebten Treffpunkt als Ausgangspunkt gewählt. Von dort geht es über das Wayerfeld bis zum Schloss Kölnhof. Im ersten Waldstück dann gleich die erste Steigung zum Ranftlhof hinauf. Am Reitgestüt und der - nach wie vor - beeindruckenden "Funder-Villa" vorbei führt die Strecke nach Zensweg.

In Zensweg laufen wir die Wimitzer Straße rechts weg Richtung Kraig, wo wir aber kurz nach dem Marterl zum Hl. Nepomuk wieder rechts zum Wald hin einbiegen. Der Weg nennt sich Schlossweg und führt eben dort hin, zum Schloss Hunnenbrunn, welches als Business-Center adaptiert wurde. Es könnte sich aber lohnen am wunderschön gelegenen Teich Rast zu machen, der in letzter Zeit zu einem wahren Schmuckstück gemacht wurde!

Nun geht es bei Hunnenbrunn kurz zur Hauptstraße wo es beim Ortsende Sand nach rechts und nach Überquerung des Wimitzbaches wieder rechts in den Wald geht. Auf weichem Boden geht es einige Kilometer dahin bis man neben der Schnellstraße wieder eine kurze Strecke an der Straße läuft. Taggenbrunn im Blickfeld geht es unter der Burg den Wg entlang, um bei Tschirnig wieder zum Ausgangspunkt zurückzulaufen.

Die gesamte Fotoserie findest du durch Kick auf den LINK.
Streckendetails im nachfolgendem GPSies-Track! Viel Spaß!

Music in the air! Äh "ear"!

Beim Thema Laufen mit Musik scheiden sich die Geister: Man liebt es oder man hasst es. „Für mich ist Musik wie Doping. Wenn es musikalisch zur Sache geht, motiviert mich das, auch beim Laufen noch einen Zahn zuzulegen“, sagen die einen. „Meine Musik sind die Geräusche der Natur – das Zwitschern der Vögel und das Rauschen des Windes. Dröhnung aus dem Kopfhörer brauche ich da nicht“, entgegnen die anderen.

Die zuletzt getätigte Aussage trift bei mir zu 100% zu. So streife ich bei meinen Läufen vorwiegend durch Wälder meiner Heimat von denen es eine ganze Menge gibt und die bei sommerlichen Temperaturen zudem höchst angenehm wirken. Ich genieße also "Natur pur", höre die Geräusche des Waldes, die Vögel und nehme die Kraft der Umgebung in mich auf. So kann es auch sein, dass ich neben einem kräftigen Baum stehen bleibe, diesen anfasse um so einen Teil seiner Energie aufzunehmen. Ich liebe also die Natur, in die ich glücklicherweise hineingeboren wurde! Würde ich diese so bewusst auch mit Musik in den Ohren erleben? Wohl kaum!

Während andere also total verkabelt durch die Gegend laufen und dabei ihrem mp3-Player lauschen betrachte ich Musik während des Laufens als absolutes "no go"! Bei Wettbewerben sowieso, wo es teilweise sogar verboten ist! Hinzu kommt ja, dass Musik vom Körpergefühl ablenkt, auf welches man beim Sport generell hören sollte. Aber, nachdem es - ausgenommen von hoher Lautstärke und gewisser Unachtsamkeit in der Nähe befahrener Straßen - nicht schädlich ist, sollte es jeder so halten wie es beliebt. Und speziell Einsteiger tun sich mit Musik im Ohr wesentlich leichter. Aber es gibt natürlich noch weitere Argumente die dafür sprechen (könnten):
- Wenn man sich zum wiederholten Mal über dieselbe Strecke quält.
- Wenn man einen musikalischen Motivationsschub benötigt
- Wenn man im städtischen Bereich den Umgebungslärm unterbindet
- Wenn man ...., egal - einfach so halt!

In diesem Sinne - keep on running!

Warum Supetar und nicht Bol?

Die Insel Brac zählt, wie viele andere Destinationen in Kroatien auch, zu den begehrten Urlaubszielen. Vorausgesetzt man ist bereit eine weite Anreise auf sich zu nehmen, denn immerhin geht es bis nach Split, um dann mit der Fähre das angepeilte Ziel - Supetar - zu erreichen. Diesmal allerdings als Busreisende. Erstmals nahmen wir dabei die Leistungen von THV-Reisen in Anspruch!

Auf Brac waren wir vor mehr als zwanzig Jahren schon einmal (damals mit dem Flieger). Auch die Ferienanlage kannten wir bereits, die nun Waterman Svpetrvs Resort heißt und um ein vielfaches größer und schöner ist. Mehrere Hotels, Restaurants und unzählige Appartements warten hier auf die zahlreichen Gäste. Freizeitangebote sowieso und gutes Essen natürlich auch. Alles zu beschreiben würde den Rahmen der Story eindeutig sprengen, es empfiehlt sich daher die unzähligen Informationen im Internet abzurufen oder - noch besser - selbst dort hin zu fahren. Schon allein der sauberen Strände wegen, wobei wir jenen von Banj bevorzugten, der uns feinsten Sand (!!) unter den Füßen spüren ließ!

Da wir das nahe gelegene Split bereits kannten und auch wussten, dass die Stadt wenig zu bieten hat, verbrachten wir - entgegen unserer sonstigen Gepflogenheiten - die vier Tage (die uns nach Abzug der An- und Abreise blieben) fast zur Gänze auf der Insel und genossen die Annehmlichkeiten der riesigen Anlage. Das klare Wasser lud täglich zum mehrmaligen Baden ein, denn auch die Temperatur war bereits recht angenehm. Dazwischen und abends gab es immer wieder Spaziergänge und zweimal schnürte ich auch die Laufschuhe.

Um der Überschrift gerecht zu werden will ich natürlich unseren Ausflug zum berühmtesten Strand der Insel, dem Goldenen Horn beschreiben. Wir nahmen dazu den öffentlichen Bus, der nach ca. 50 Fahrminuten Bol erreicht. Von oben kommend sah man recht bald das markante Wahrzeichen der Insel, welches wir über den von der Stadt aus führenden, bewaldeten Weg bald erreichten. Die Spitze mit dem feinen Kiesstrand war schon gut mit Badegästen belegt. Zu unserer Verwunderung gab es kaum Schattenplätze, aber auch keine sonstigen Stationen (Bars, Cafe's, Wassersportartenlte, usw.) die zum Verweilen einluden. Unser Fazit: Schön zum Ansehen (überhaupt von oben), aber den besseren Urlaub macht man sicher in Supetar. Daher fuhren wir gleich mit dem nächsten Bus (einigermaßen enttäuscht) wieder zurück!

Was gibt's noch zu erwähnen?
Im Urlaub gab es auch einen Grund zum Feiern, nämlich den Geburtstag meiner Frau, den wir in angenehmer Atmosphäre zelebrierten. Erwähnenswert ist natürlich auch, dass die Reise das gehalten hat, was vom Veranstalter versprochen wurde und dass wir sehr gut und sicher chauffiert wurden. Trotzdem wissen wir, dass wir noch immer nicht zu jenen gehören für die ein Bus zu den bevorzugten Verkehrsmitteln zählt! Nicht nur weil der Chauffeur selbst zu den weniger freundlichen Menschen zählte. Dass der Urlaub aber sehr schön und erholsam war und das Ziel richtig gewählt, das wissen wir!


Weitere Bilder finden sich - hier
Und einen lohnenden Blick in's Ressort bietet das nachfolgende Video:

Laufen und Wandern in der Fremde! Aber wo?

Die Zeit der Sommerurlaube naht für viele und auch ich verreise demnächst wieder - an's Meer! Wie fast immer sind natürlich auch meine Laufschuhe mit im Gepäck. Das bedeutet, dass neben den vielen Möglichkeiten am Wasser auch sonstige sportliche Aktivitäten geplant sind und ein paar feine Laufeinheiten sowieso. Aber wo? Denn die Outdoor-Strecken der Heimat kennt man ja, jene in der näheren Umgebung vielleicht auch, aber ein wenig weiter weg, oder gar in anderen Ländern und Kontinenten wird's schon schwierig! Es kann - im Normalfall - also schon vorkommen, dass man dabei planlos etliche Irrwege in Kauf nehmen muss, um wenigstens halbwegs passable Lauf- und Wanderstrecken zu finden.

Die eine Variante, vor Ort nach geeigneten Karten und Informationen zu fragen, können wir getrost vergessen. Sie funktioniert fast nie! Es gibt aber keine Ausrede um Urlaube nicht doch stressfrei genießen zu können! Denn man kann rechtzeitig und voraus schauend planen, weil sich genügend Aufzeichnungen im Internet finden! Wobei an dieser Stelle bewusst jene Seiten ausgeklammert werden, die in Verbindung zur gelaufenen Zeit stehen, wie z.B. runtastic, Garmin Connect uvm. Die Zeiten sind im gegebenen Fall nebensächlich, was zählt sind die Strecken und daher denke ich an Tools wie GPSies.com.

Was bedeutet das konkret für Freizeit- bzw- Freiluft-Sportler? Wenn du einen fremden Ort besuchst, dann stöberst du einfach bei GPSies, weil hier Lauf-, Wander- und sonstige Strecken aus der ganzen Welt zu finden sind. Du gibst den Ort ein und die gewünschte Sportart. Dann erhältst du jene Strecken, die andere User eingegeben haben. Mit allen Informationen die du brauchst, wie z.B. Länge, Beschreibung, Entfernung und Höhenangaben. Somit gibt es genügend Möglichkeiten am Ort deiner Wahl relativ rasch deinem Outdoor-Hobby nachzugehen, weil tausende Menschen ihre Tracks hochgeladen haben, wie ich übrigens auch!

Das bedeutet, auch der Rastlose macht regelmäßige Aufzeichnungen mit einer GPS-Uhr die dann (in meinem Fall) an Garmin Connect geschickt werden. Hier finden sich die Läufe und Wettbewerbe der letzten Jahre. Interessante Tracks, von denen ich annehme dass diese auch von anderen gelaufen oder gegangen werden können, trage ich auch in meinen Account bei GPSies ein. Bisher sind es so an die 70, aus meiner Heimat, aus Europa und darüber hinaus, aber auch aus vielen Wettbewerben. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei, wer weiß?

Der Rastlose bei
- Garmin Connect
- GPSies

Quo vadis Sonnenlauf?

Seit dem Jahr 2004 veranstaltet der LC Vitus den St. Veiter Sonnenlauf, kürzlich sogar schon in der 14. Auflage! Gratulation an alle AthletInnen, die dabei waren, gekämpft und dabei ihre kleinen und großen Ziele erreicht und/ oder sogar über erfüllt haben! Man sah viele Leistungen auf hohem Niveau und von Eva Wutti sogar einen neuen Kärntner Halbmarathon-Rekord! Lob gebührt natürlich auch dem routinierten Organisationsteam, welches für den reibungslosen Ablauf sorgte! Trotzdem ist schon seit längerer Zeit ein Rückgang bei den Finishern feststellbar, wie dies die Grafik rechts unten verdeutlicht! Warum eigentlich?

Foto: Kleine Zeitung vom 8. Mai 2017
Das liegt nicht an den Teilnehmern die ihr Bestes geben, auch nicht am bereits erwähnten Ablauf, sehr wohl aber an der fehlenden Weiterentwicklung. Was einst gut war ist jetzt überholt! So deutet vieles darauf hin, dass der Wettbewerb im Entwicklungsstadium stecken geblieben ist. Denn wenn man sieht, dass an der Strecke kaum Menschen zu finden sind, die Sieger nahezu unbemerkt am Hauptplatz einlaufen, die Anreize dabei zu sein sich auf den persönlichen Ehrgeiz beschränken, dann fehlt was! So ist das auch wenig verwunderlich, wenn am Tag danach kaum etwas in der Presse zu lesen ist, noch die Webseite aktuelle Informationen zeigt.

Eine große Chance hat man bereits im Jahr 2013 vergeigt, wo die 10. Auflage dieser prestigeträchtigen Veranstaltung genauso untergegangen ist wie das gleichzeitig stattfindende 10-Jahr-Jubiläum des Veranstalter-Vereines. Anstatt eventuell ehemalige SiegerInnen und/ oder Personen der ersten Stunde einzuladen und das Ereignis in vielfältiger und verdienter Weise zu feiern, hat man es tot geschwiegen! Mich sowieso!

Sonnenlauf-Finisher, bedenkliche Entwicklung?
Als Gründer des LC Vitus, wie auch als Erfinder und mehrjähriger Organisator dieser Veranstaltung bin meinen Nachfolgern sehr dankbar diese zumeist schwierige und oft undankbare Arbeit fortzusetzen. Gleichzeitig, denke ich, ist mir eine Stellungnahme dieser Art erlaubt.
Man benötigt innovative Köpfe, Menschen mit Ideen, "Antreiber" genauso wie gute Umsetzer, wie auch ein verlässliches Team, also beides! Als Erfinder und Motor habe ich mich in der ersten Rolle gesehen und versuchte daher in meiner Ära stets neue Dinge zu probieren. So habe ich versucht zusätzliche Angebote (Kletterturm) einzubauen um zusätzliche Zielgruppen zu erreichen, sehr früh die Möglichkeiten des Internet intensiv eingesetzt und auch Musik an der Strecke eingebaut. Es gab immer wieder neue Pläne wie z.B. Stationen auf der Strecke aktiv mit Publikum und/ oder Bands zu besetzen und neue Anreize schaffen. Leider bin ich bei diesen, wie auch anderen Ideen (Trommler), am Widerstand einiger (noch im Amt befindlicher) Kollegen kläglich gescheitert. Es gab Verwerfungen, die letztendlich mein Ausscheiden aus dem Verein und als Organisator zur Folge hatten.

Gut gefüllter Hauptplatz 2004
Was hat sich aber verändert? Wenig, sogar die von mir verfasste Einladung ist nahezu unverändert! Hinzu kommt, kein Marketing und die bescheidene Öffentlichkeitsarbeit wird den Teilnehmern bzw. den Sponsoren überlassen. Die Website dümpelt unattraktiv und wenig aktuell dahin, Social-Media ist ein Fremdwort, Zeitungsberichte und Bilder (von Sportfotografen!) gibt es so gut wie überhaupt nicht mehr! Trotz Verbesserung der Halbmarathonstrecke und zusätzlicher Wettbewerbe ist ein merkbarer Abfall zu verzeichnen, der die Gönner der Veranstaltung wohl kaum begeistern wird!

Fazit: Wenn es an der Strecke keine Begeisterung gibt, dann überträgt sich das auch auf die Motivation der Läufer, die in der Folge dort hin abwandern, wo auch um den Lauf herum gute Stimmung herrscht! Einundzwanzig einsame Kilometer können sehr lang sein, Für manche zu lang, noch dazu wenn begeisternde Zuseher ausbleiben. Der Sonnenlauf St. Veit hat ein Potenzial von ca. 500 Athleten. Darüber wird's schon einmal aufgrund der Engstelle bei der Bezirkshauptmannschaft schwierig und gefährlich. Dieses dauerhaft zu erhalten ist mit zusätzlicher Arbeit und Kreativität verbunden. Der Knackpunkt ist also, dass man ohne regelmäßiges nachjustieren weiterhin Läufer verlieren wird, die eher "am Zahn der Zeit" arbeiten. Die Organisation ist top, der Ablauf ebenfalls! Reicht es aber auf Dauer das bestehende gut zu verwalten? Wohin geht also der Sonnenlauf? Was meint ihr?

Wings for Life, die ganze Welt läuft für einen guten Zweck, so auch ich!

Es handelt sich bei diesem einzigartigen Wettbewerb um den "Wings for Life Run", der am 7. Mai 2017 bereits zum vierten Mal ausgetragen wurde und dessen Erlös zur Gänze der Rückenmarkforschung zufließt und von RedBull organisiert und veranstaltet wird. Nachfolgend eine Kurzbeschreibung des einzigartigen Wettbewerbes:
Veranstalterfoto/ wingsforliferun
In 25 Städten auf der ganzen Welt wird zeitgleich der Wings for Life World Run eröffnet. Bei diesem einzigartigen Charitylauf gibt es keinen Zieleinlauf. Jeder Läufer kann so lange laufen bis er vom sogenannten Catcher Car überholt wird. Dieses setzt sich genau 30 Minuten nach dem Startschuss in Bewegung und erhöht sukzessive seine Geschwindigkeit. Ein Großteil der Läufer wird zwischen Kilometer 12 und 23 eingeholt. Die schnellsten Läufer der Welt erreichen beim Wings for Life Run allerdings bis zu 90 km.
Der Sieger war erstmals ein Rollstuhlfahrer und wurde in Dubai gekürt. Aron Anderson (SWE) gewann mit unglaublichen 92,14 Kilometern. Der Läufer mit der am weitesten gelaufenen Distanz ist Bartosz Olszewski (POL) mit 88,06 Kilometern.

Bedingt durch meine positiven Eindrücke aus dem Vorjahr, die ich - trotz mäßigem Abschneidens - mitgenommen habe, ließ ich es mir nicht nehmen, auch heuer wieder dabei zu sein wenn es heißt "Laufen und Spenden"! Am Vortag in Wien angekommen übernachtete ich in der Pension Lehrerhaus, unweit des Startgeländes. Praktisch! So genoss ich die Zeit bis zum Start um dem Treiben am Rathausplatz zuzusehen, aber auch ein wenig die Stadt zu genießen und mich gedanklich auf den nächsten Tag einzustimmen.

Meine Freude an der wiederholten Teilnahme stieg zunehmend und ist einfach erklärt. Die Diagnose Rheuma ließ mich erahnen wie es sich anfühlt unbeweglich zu sein. In meinem Fall änderte sich das zum Positiven. Trotzdem werde ich den Laufsport nie wieder so ausüben können wie ich es jahrelang praktizierte. Nun, nach sechs Jahren der Qual fühle ich mich gut und denke die Krankheit weitest gehend überwunden zu haben. Nachdem zunehmend passable Distanzen (wöchentlich wieder ca. 40 KM) und Zeiten laufe war mein Ziel bei einem Schnitt von 5:40 Minuten/ Kilometer an die 17-18 Kilometer zu laufen. Im Normalfall locker machbar. Doch was ist heute schon normal?

Ein gutes Kilometer-Splitting sieht anders aus!
Die Splitting-Tabelle zeigt schonungslos, dass ich mein Vorhaben sehr bald aufgeben musste, da die Geschwindigkeitskurve bereits nach wenigen Kilometern nach unten zeigte. Dieser unerklärliche Einbruch zwang mich zu mehreren Stopps um bei KM 8 endgültig den Tiefpunkt zu erreichen. Das war's dann wohl?
Nicht mit mir! Deshalb fahre ich nicht nach Wien. Und so kämpfte ich mich tapfer zurück und pendelte mich bald wieder bei guten Zeiten ein. Zu spät allerdings um mein angepeiltes Ziel zu erreichen, aber trotzdem stolz auf meine mentale Stärke und glücklich nie aufgegeben zu haben. Letzteres war sowieso nie meines! So bin ich mit diesem Plus/Minus-Ergebnis zufrieden und 14,3 Kilometer sind's dann auch geworden!

Was gibt es sonst noch zu erzählen? Wien zählt zu den Hot-Spots der Veranstaltung und an die 14.000 TeilnehmerInnen unterstreichen dies eindrucksvoll. Was aber generell so faszinierend ist, ist die positive Grundstimmung. Es geht um nichts und doch sehr viel! Nämlich dass jene die laufen können jenen helfen die dazu nicht (mehr) in der Lage sind (mit "I ran for those who can't" stehts auch auf meiner Urkunde). Und daher ist diese Idee so wichtig, die heuer weltweit 155.000 Menschen auf die Beine brachte. Das zählt und sonst nichts! Daher ist mein Entschluss fix, auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein!

Nachfolgend ein paar meiner Impressionen in einem Kurzvideo zusammen gefasst!

Der neue Blog eines ewig Rastlosen!

Was bedeutet es zu bloggen und warum tut man sich das an?
Es bedeutet auf alle Fälle Lust am Schreiben zu haben und Zeit in ein Thema investieren zu wollen, welches man damit besetzen will. Das ist insofern wichtig, weil man ja eine Art "Fachzeitschrift" auf den Markt bringt, dessen Inhaber und Autor man ist. Für alle und jeden zu schreiben ist also Blödsinn, absehen davon bringt diese Strategie wohl kaum geeignete Stammleser. Mein privater "SilberLäufer" Blog, den ich bis zum Herbst des Vorjahres mit vielen Geschichten füllte, hatte daher eine klar definierte Zielgruppe und erreichte damit monatlich tausende Gleichgesinnte.

Wie der ehemalige Blog-Name schon vermuten lässt war es das Laufen über das ich berichtete und welches mich bis heute nicht mehr losgelassen hat. Obwohl sehr spät damit begonnen (mit 50!) konnte ich bis jetzt zig-tausende Kilometer absolvieren und unzählige Wettbewerbe in Österreich, Europa und Übersee bestreiten. Aufgrund einer einigermaßen schweren Erkrankung gab es im Jahr 2011 einen brutalen Stopp den ich u.a. hier beschrieben habe. Nach vielen langen Pausen konnte ich nach und nach und äußerst mühevoll wieder einsteigen. Ich laufe wieder, allerdings ohne Wettbewerbe und ein wenig anders als früher. Aber ich laufe!

Der SilberLäufer ist Geschichte mein neuer Blog aber trotzdem kein Neustart und heißt (in Anlehnung an mein rast- und ruheloses Leben) "Rast|Los", weil ich ja - trotz Pensionsalter - auch beruflich noch lange keine Ruhe gebe. Hier geht's aber um mein Privatleben welches auch weiterhin "bewegt" sein wird und so wird die neue Seite das Thema Bewegung zum Schwerpunkt setzen und natürlich weiterhin über's Laufen berichten, aber auch über andere Freizeit-Aktivitäten, wie z.B. Wandern (so wie im Bild rechts im August 2016 auf der Turrach), sonstige Sportarten, diverse Reisen uvm.

War mein Ziel bisher meine Leser zum Laufen zu animieren und dabei über verschiedenste Erlebnisse eines zunehmend erfolgreichen Hobbyathleten, über Lauftechniken und Wettbewerbe zu berichten, so erweitert sich natürlich mein Spektrum, welches früher sehr klar definiert war. Ist es auch diesmal, weil ich (Baujahr 1949) meinen Fokus nun auf jene lege, die auch mit zunehmenden Alter aktiv sind, bzw. aktiv bleiben (wollen). Denn eines ist klar, ohne diese regelmäßige Bewegung, ohne meine Lauf- und Wettkampferfahrung und ohne den sich daraus ergebenden Lebensstil, hätte ich meine Erkrankung niemals so im Griff wie es jetzt der Fall ist (mir geht's gut). Bewegung lohnt sich also nicht nur deshalb, sondern immer und so lange es geht! Das Zauberwort ist also in fast allen Fällen das gleiche - TUN!

Abschließend noch etwas:
Damit Altes aber nicht verloren geht habe ich so eine Art "best off" vom SilberLäufer behalten und einige Geschichten nach diesem Beitrag in den neuen Blog integriert. Wäre doch schade d'rum!

Das Ende einer wunderbaren (Lauf)Ära!

Was so dramatisch klingt ist ein positiver Rückblick, der aber ein endgültiges Ende einläutet. Was damit gemeint ist will ich nachfolgend erklären:

Als "Spätberufener" begann ich ja erst im "zarten Alter" von 50 Jahren mit dem Laufen. Damals ahnte ich - als ehemals schlechter Turner - noch nicht, welch große Freude und welch unvergessliche Erlebnisse mir der Sport bringen wird. Recht bald - nach eher zarten Anfängen - entstand der Wunsch an Wettbewerben, die nicht nur meiner Meinung nach die Würze des Laufens darstellen. Nur hier hast du die Möglichkeiten an die Grenzen deiner Leistungsfähigkeit zu gehen bzw. diese kennenzulernen. Dies ist naturgemäß mit Freude, aber auch mit Schmerzen verbunden.

Die Geschichte habe ich an dieser Stelle schon mehrmals wieder gegeben. Es ist als bekannt, dass ich
- im Jahr 2003 in meiner Heimatstadt einen Laufverein gründete
- im Jahr darauf erstmals einen - nach wie vor stattfindenden - Halbmarathon organisierte
- an unzähligen Wettbewerben teilgenommen habe
- zwei der größten Marathons der Welt erfolgreich gefinisht habe, Berlin 2x, New York 1x
um dann 2011 (nach äußerst erfolgreichen Läufen) durch Rheuma brutal gestoppt zu werden!

Einige Highlights dazu finden sich in den nachfolgenden Links:
- Nov 2012: Comeback in Palmanova!
Mai 2011: Berglauf: Start in neue Dimensionen!
Mai 2011: Der Sonnenlauf und ich!
- Okt 2010: Stiftslauf: Topveranstaltung mit Topergebnis!
Nov 2009: New York, der Marathon, der Wahnsinn!
Jul 2009: Glocknerlauf - oder, lerne deine Grenzen kennen!
Mai 2009: Triest-Marathon - Freud und Leid!
Mar 2009: Erster Wettbewerb in der 60er Klasse
Aug 2008: Kärnten läuft - und ich war schnell
Okt 2007: Graz-Halbmarathon
- Aug 2007: Presseggerseelauf mit meiner Tochter

Der Plan war, dass ich laufe so lange mich die Füße tragen und es die Gesundheit zulässt. Bei der Teilnahme an Wettbewerben lag das Ziel diese bis zum 80. Lebensjahr bestreiten zu wollen. Mit im Gepäck war natürlich auch ein weiterer der größten Marathons der Welt vorgesehen - London, sowie Läufe in unterschiedlichen Distanzen. Es hat nicht sein sollen!

Da die Lauferfolge und die damit verbundenen Geschichten weniger wurden, verlagerte sich der Inhalt des Silberlaufer-Blogs in letzter Zeit zunehmend hin zu meinen sonstigen Freizeit-Interessen. Dabei merkte ich aber, dass ich nicht das Zeug (und auch nicht die Lust) dazu hatte dem Silberläufer einen Reiseblog umzuhängen. Entweder Laufgeschichten oder gar nichts mehr!

Da ich alle Insignien meiner Erfolge (Medaillen, Pokale, Fotos) an einer Stelle unseres Hauses sauberst platziert hatte, wurde am Wochenende auch der "Laufaltar"  - wie ich es nannte - geräumt. Es kommt ja nix mehr dazu. Dass ich dabei die eine oder andere Träne zerdrückte ist verständlich, handelt es sich dabei doch um Zeugen einer wunderbaren und unvergesslichen Ära!

Wie geht's weiter?
Natürlich laufe ich noch sehr lange und natürlich auch Wettbewerbe, allerdings nur mehr jene zum Thema "spenden und helfen" wie heuer z.B. den "Wings for Life run"! Natürlich gibt es aber auch immer wieder gesundheitsbedingte Unterbrechungen und natürlich werden mich diese auch weiterhin nicht davon abhalten meinen Lieblingssport mit Freude auszuüben. Aber eben nicht mehr als Silberläufer"!

Daher danke an all jenen die dem Silberläufer gefolgt aber auch jene, die mir in all den Jahren - sprichwörtlich - über den Weg gelaufen sind. Der Silberläufer-Blog wurde Ende Oktober eingestellt. Da ich es aber nicht lassen kann, wurde "Reinhard unterwegs" bereits vor einiger Zeit adaptiert und mit alten Geschichten aufgefüllt. Hier geht es nun zukünftig um Hobbies, Freizeit und sportliche Aktivitäten. Laufen wird auch dabei sein! Herzlich willkommen!

Unterwegs mit der GyrocoptAir!

Es scheint so, dass ICH in unserer Familie derjenige bin, der für die Umsetzung der "Sonderaufgaben" auserwählt wurde. Damit meine ich z.B. Dinge wie Tandemflug, Ballonfahrten, Marathon laufen, in den (sehr kalten) Turrachsee springen, oder sonstige Schmankerln, die eher selten auf einer normalen Tagesordnung stehen. Diesmal galt es mit einem "Ultraleicht-Flieger" abzuheben und das Geburtstags-Geschenk meiner Töchter einzulösen, der Flug mit dem Tragschrauber (auch Gyrocopter genannt) mit Pilot Armin Leitgeb stand kürzlich am Programm!

Keine Ahnung zu dem was mich erwartet begab ich mich also bei traumhaft schönem Wetter zum kleinen Flugplatz Mairist, in der Nähe der mächtigen Burg Hochosterwitz. Bald kam auch Armin, der sogleich das einigermaßen ungewohnt anmutende Flugzeug (?) aus der Garage holte. Nach dem was ich zuvor gelesen hatte scheint es sich beim Tragschrauber um ein einzigartiges Fluggerät handeln, Dieser ist, so habe ich mich zuvor eingelesen, halb Hubschrauber, halb Flächenflugzeug und angeblich sehr sicher. Angst hatte ich aber sowieso keine!

Nach kurzen Instruktionen ging es los, wobei der Flug eine Stunde dauern (eine gute Entscheidung) und bei offener Kabine erfolgen soll. Alles andere wäre bei dem Wetter eine Sünde gewesen. So ging es also gleich zum Wörthersee, Diesen von oben zu sehen war atemberaubend. Wie traumhaft schön Kärnten doch ist! Dass wir dann das neue Wahrzeichen Pyramidenkogel umrundeten war ein besonderes Highlight. Auch für die Besucher, die gerade den Aussichtsturm besuchten und winkten!

Weiter ging es zum Faaker See, wo wir zufällig gerade den Start des Triathlons von oben erlebten. Auch interessant! Dann war es (leider) an der Zeit eine Kurve zu drehen und an Villach und Landskron vorbei hin zum Ossiachersee und über das Glantal Richtung Heimat zu fliegen. Nach Feldkirchen bediente ich bis St. Veit das Steuer, was besonderen Spaß bereitete. Dann aber übernahm der Kapitän wieder das Kommando und zeigte mir meine Heimatstadt von oben. Natürlich umflog er zum Abschluss auch mehrmals unser Wohnhaus, welches ich erstmals aus einer ganz anderen Perspektive sehen durfte! Nach einer sicheren Landung erwarteten uns meine Frau, mit älterer Tochter und Hund. Mit einem kleinen Schluck Sekt begossen wir den wunderbaren Flug, der ruhig ein wenig länger hätte dauern können.

In Summe waren wir etwas mehr als eine Stunde und im Schnitt mit ca 100 km/h unterwegs und flogen dabei 110 Kilometer (siehe Link). Abschließend ein herzliches Danke an meine Familie für das tolle Geschenk und danke an Kapitän Armin Leitgeb für den unglaublich schönen und sicheren Flug und die Auswahl der beeindruckenden Strecke. Mit dir zu fliegen war ein nachhaltiges Erlebnis, welches ich an dieser Stelle gerne weiter empfehle! Noch schöner geht's ja kaum!

Auf den Link zum Flugunternehmen verweise ich gerne noch einmal - nämlich  HIER!
In Ruhe durchblättern kann man alle Fotos HIER!
Etwas intensiver geht es in meinem nachfolgenden Video. Guten Flug!