25.000 Tage nach meiner Geburt - ein Rückblick!

Wenn man am, so wie ich, am 29. November 2017 25.000 Tage alt ist, dann kann man davon ausgehen, dass es diesen "Geburtstag" nur einmal im Leben gibt! Dem Anlass entsprechend und entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten, schreibe ich heute ein wenig über mich! Achtung: Es kann ein wenig länger werden!

1966 mit Bruder Gernot
1956 beim Urlaub in Lignano
Es war - zurückgerechnet - der 19. Juni 1949 als ich um 01:00 Uhr morgens in St. Veit an der Glan das Licht der Welt erblickte. Meine Eltern waren schon da und empfingen mich hoch erfreut! Die ersten Jahre wohnten wir in einer kleinen Wohnung (zwei Zimmer!) bei meiner Großmutter. Mir war's egal, weil Oma's sind eh immer super! Für meine Eltern weniger, daher gab es irgendwann einen Umzug in eine neue Wohnung, die zwar auch nur zwei Zimmer hatte, aber es war "unsere"! Noch dazu gab es gegenüber den "Jahn-Turngarten" Spaß-Garantie, da sich hier regelmäßig viele Gleichaltrige trafen um hier die Freizeit zu verbringen. Mit vielen bin ich noch heute freundschaftlich verbunden!
Noch ein paar Worte zu meiner Familie. Natürlich wünschte ich mir immer wieder ein Geschwisterchen. darauf musste ich siebzehn Jahre warten, denn erst 1966 kam mein Bruder Gernot zur Welt. für den ich aber mehr sein durfte, denn unser Vater verstarb viel zu früh! Meine Mutter ist natürlich auch schon betagt, genießt aber noch immer ihre heiß geliebten Kaffeehausrunden in der Stadt!

1961, in der Hauptschule
Da meine Eltern lange Zeit leider mit sich selbst beschäftigt waren nutzte ich den so gewonnen Freiraum, was sich natürlich eher negativ auf meinen schulischen Erfolg auswirkte. Sofern man das so nennen kann. Meine Jugend war trotzdem eine schöne und unbeschwerte Zeit, mit tollen Mitschülern, unter denen sich in der Hauptschule auch ein gewisser Wolfgang Puck befand!
1970, mein Stolz, mein erstes Auto
Aufgrund der familiären Voraussetzungen und meiner Faulheit gehörte ich nicht zu den Klassenbesten, musste aber auch keine Klasse wiederholen. Zu früh nahte der "Ernst des Lebens", der mich zur Kelag brachte, wo ich meine Lehre als "Radiomechaniker" absolvierte. War nicht mein Berufswunsch, aber mein Vater kannte da jemanden ...! Bis heute wird mir das zweifelhafte Privileg zuteil, der einzige Lehrling zu sein, den die Kelag nicht behalten hat. Egal, es wartete eh das Bundesheer auf mich!

Liebeserklärung in den Bergen
Zu meiner Zeit (1968) war da noch ein ordentlicher "Zund" drinnen mit wenig Freiraum. Dieser genügte aber um in dieser Phase meine große Liebe und heutige Frau kennenzulernen - Elisabeth! Sie hübsch, intelligent, zielstrebig! Ich? Na ja! Das bedeutete, wenn ich sie behalten will muss ich was ändern - und das tat es auch. Das zeigt auch mein Werdegang bei Siemens in Klagenfurt, der mich vom einfachen Monteur bis zum Abteilungsleiter führte.
1978 bei Siemens. Mit Herbert
Da es bei einem großen Konzern immer wieder Veränderungen gab, wurde 1982 leider auch meine Abteilung österreichweit liquidiert. Da sich nichts adäquates anbot begannen meine Wanderjahre. Diese brachten mich jeweils in der Position eines Verkaufsleiter u.a. zu Zumtobel-Licht, Knoblich-Licht und Stylux-Deutschland) und weiter in die Bürotechnik (Verkaufsleiter Canon Kopiersysteme) und wirkten sich für meine berufliche Karriere sehr vorteilhaft aus!. Dem nicht genug, stieg ich noch in den Bankenbereich ein und wurde Geschäftsstellenleiter für Kärnten und Steiermark bei der Factor-Bank! Ich lernte unglaublich viel!

Hochzeit 1973
Nicht nur das Berufsleben entwickelte sich positiv, sondern auch jenes im privaten Bereich. Meine Traumfrau heiratete ich im Jahr 1973. Es dauerte dann ein wenig bis wir uns beruflich und finanziell so festigten um in unsrer Heimatstadt St. Veit ein Eigenheim zu erreichten und danach eine Familie zu gründen, aus der zwei wunderbare Töchter hervorgingen. Natürlich gab es bei Familienmitgliedern teils schwere Krankheiten zu überstehen, unliebsame Verwerfungen und daher auch immer wieder schwierige Zeiten zu meistern. Wir lernten damit sehr gut umzugehen? Ich glaube hier mit Stolz behaupten zu können, dass wir - nicht nur deshalb - eine starke Familie mit einem guten Zusammenhalt geworden sind!

Start in die Selbstständigkeit
Beruflich gab es ab 1995 einen Paradigmenwechsel - ich wurde selbstständig! Da ich lange Jahre als Verkäufer bzw. Verkaufsleiter tätig war begann ich mit dem was ich gut konnte - verkaufen! Ich startete also mit einer Handelsagentur, wobei der Schwerpunkt bei drucktechnischen Produkten lag (Mauspads z.B. waren damals noch sehr gefragt). Bald verlagerte sich mein Interesse hin zur Beratung, wo ich mich zunehmend um angehende Jungunternehmer kümmerte.
15 Jahre UGP, eine schöne Feier
Natürlich habe ich dabei so manches vermurkst und meine Familie in bedrohliche Situationen gebracht. In Summe entwickelte sich meine  Tätigkeit aber so gut, dass ich diese zunehmend im Auftrag namhafter Institutionen durchführen konnte, wie z.B. im Gründerservice der Wirtschaftskammer Kärnten, Den Großteil meiner Beratertätigkeit verbrachte ich als Projektleiter im UGP (Unternehmensgründungsprogramm). Ein Erfolgsprogramm des AMS, umgesetzt von den Partnerfirmen bit Management und ÖSB Consulting. So schätze ich mich glücklich auch heute noch im Umfeld der Unternehmensgründungen tätig sein zu dürfen. Eine wunderbare und lohnenswerte Aufgabe!

Mit meiner Familie
Mit meiner Familie und speziell mit meiner Frau waren wir stets sehr aktiv, haben viele Ausflüge und Urlaube unternommen, auch wenn so manche nur ganz kurz ausfielen. Die Kinder genossen eine gute Ausbildung, haben studiert und sich - in jeder Hinsicht - prächtig entwickelt. Natürlich sind sie irgendwann flügge geworden um mit ihren Lebenspartnern in anderen Regionen (Graz/ Faakersee) zu wohnen und zu leben. Beruflich haben sich beide einen guten Namen gemacht, sie haben auch sehr hart und erfolgreich dafür gearbeitet. Wir sind sehr stolze Eltern!
40 Jahre E&R (© Berger)

Meine Frau und ich machen viel gemeinsam. Erst recht nachdem wir beide das Pensionsalter erreicht haben. So findet man uns regelmäßig bei Veranstaltungen, Theaterbesuchen, Städte-, Fern- und Schiffsreisen, so manchen Urlauben am Meer, aber auch in Thermen. Erfreulicherweise haben wir dabei viele gemeinsame Interessen. Wo wir weniger Übereinstimmungen haben sind die Hobbies. Während meine Frau sehr gerne im Garten arbeitet, streife ich als begeisterter Läufer durch die Gegend.
Nach dem NYC-Marathon
Obwohl als "Spätzünder" hat die Begeisterung für diesen Sport dazu geführt, dass ich Spuren dahingehend hinterlassen habe, dass ich einen Laufverein (LC Vitus) gründete, einen Laufevent (Sonnenlauf) ins Leben gerufen und viele Menschen in jeder Hinsicht "bewegt" habe. Hinzu kam, dass ich zunehmend Gefallen an Wettbewerben fand, die mir etliche Stockerlplätze eingebracht haben und mich bis zum berühmten "New York City Marathon" führten.

Einen Tiefschlag, den ich selbst nur teilweise überwunden habe passierte im Jahr 2011. Nur wenige Wochen nach dem Gewinn eines Viertelmarathons war ich bewegungsunfähig, Diagnose Rheuma! Das traf mich hart und unerwartet. Ich will hier auch nur so weit eingehen, dass ich mich nie unterkriegen lasse und schon gar nicht von dieser Krankheit. Das bedeutet konkret, dass es natürlich Jahre gedauert hat dieses schmerzvolle Leiden in den Griff zu kriegen. Ich behaupte aber, dass mir dies ganz gut gelungen ist. Trotzdem bedeutete es das Ende einer wunderbaren und äußerst intensiven Lauf-Ära, die reich an Erfahrungen war! Natürlich sieht man mich wieder auf meinen Laufstrecken, Wettbewerbe sind aber kein Thema mehr - und wenn, dann natürlich Charity-Läufe!

Mein Start mit der VAWIS-Gruppe
Trotz Ruhestand bin ich noch immer als "Gründervater" ein gefragter Experte in diesem Bereich und arbeite als selbstständiger Unternehmer noch immer bei den oben genannten Firmen. Zusätzlich habe ich im Vorjahr VAWIS gegründet, die Vereinigung aktiver Wirtschaftssenioren. In der Gruppe finden sich zwischenzeitlich echte Wirtschaftskapazunder.
Was bringt die Zukunft?
So bleibt "Altes Wissen" erhalten, welches dem Markt in verschiedenster Form zur Verfügung gestellt und auch zunehmend genutzt wird!

Abschließend kann ich für alles was ich in den letzten 25.000 Tagen erlebt habe nur DANKE sagen. Danke vor allem meinem Kraftfeld - meiner Familie. Natürlich meinen lieben Freunden und Weggefährten und all jenen mit denen ich beruflich zusammenarbeiten darf und durfte. Wenn ich so im Schnelldurchgang zurückblicke bin ich überzeugt, das Leben liebt mich und meint es gut mit mir!

Laufstrecken im Ausland: Central Park - New York

Gab es bisher Tipps zu Laufstrecken aus der Heimat, so ist heute New York City (NYC) das Ziel der nachfolgenden Vorstellung. Der Grund liegt darin, dass dieser Tage eine der größten und spektakulärsten Laufveranstaltungen der Welt stattgefunden hat, der NYC Marathon, der stets am ersten Sonntag im November zig-tausende Athleten in die Millionen-Metropole bringt. Im Jahr 2009 hatte ich selbst die Möglichkeit an diesem Marathon teilzunehmen, aber auch im wohl berühmtesten Stadtpark der Welt zu laufen. nachfolgend also mein November-Tipp!

Jackie Kennedy Reservoir, Richtung Westen (© RHuber)
Damals wohnte ich in Sichtweite zum Central Park, was in jeder Hinsicht praktisch war. So war es (nicht nur im Sinne der Worte, sondern auch tatsächlich) sehr nahe liegend, dass ich gleich nach dem größten Laufabenteuer meines Lebens die Gelegenheit nutzte den riesigen Park morgens im Laufschritt zu erkunden. Ausgangspunkt war also das Hotel Wellington, von wo man geradeaus in den Park hineinlaufen kann. Mein Ziel war diesen zur Gänze und entgegen des Uhrzeigersinns zu umrunden.  Es war ein wolkenloser Herbsttag und obwohl ich zeitig unterwegs war kreuzten schon sehr viele Menschen meinen Weg.

Westseitig zurück zum Ausgangspunkt (© RHuber)
Ich steuerte den breiten Weg nach rechts an, der sich zu Beginn Center Drive nennt und der Länge nach in den East Drive übergeht und den ich somit ostseitig bis zu seinem Ende weiterlaufe. Bald wird die 79th St und kurze Zeit später die 85th St Transverse überquert um dann gleich über den riesigen See zu staunen der sich vor mir auftut und den ich in dieser Dimension nicht erwartet hätte. Dem Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir welches ziemlich genau in der Mitte liegt und fast die gesamte Breite des Centralparks einnimmt. Hier heißt es innehalten den See und die dahinter in den Himmel ragende und stets beeindruckende Skyline zu genießen.

Lohnt sich ein Urlaub am Kreuzfahrtschiff?

Die MSC Preziosa
Kürzlich unternahmen meine Frau und ich eine schöne und unvergessliche Reise um Westeuropa. Unvergesslich auch deshalb, weil ich am Weg vom Hamburger Flughafen zum Schiff mein Handy in einem unbekannten Taxi mit unbekanntem Ziel vergaß. Nachdem die unglaubliche Geschichte (HIER nachzulesen) noch am selben Tag ein Happyend fand konnten wir uns voll auf die Kreuzfahrt konzentrieren, die uns mit der MSC Preziosa von Hamburg bis nach Genua führte!

Im ersten Beitrag geht es um den mehrtägigen Aufenthalt bzw. dem Leben auf der MSC Preziosa aus unserer Sicht. Die Beschreibungen zu den einzelnen Stationen (Hamburg, Zeebrügge, Southhampton, La Coruna, Lissabon, Gibraltar, Barcelona) folgen demnächst!

Unsere Balkonkabine
Da wir bereits im Jahr 2013 mit der bewährten Flotte von MSC Kreuzfahrten unterwegs waren (siehe LINK) kannten wir uns bereits ein wenig aus und nahmen daher auch wieder eine (sehr geräumige) Balkonkabine der Kategorie Fantasica. Diesmal im 13. Stock. Ganz oben ist empfehlenswert, das letzte Stockwerk unter dem Freizeitbereich des darüber liegenden Oberdecks weniger. Denn bedingt dadurch, dass dieses über die Kabine hinausragt hat man eine Art Vordach mit Sichteinschränkungen. Hinzu kommt, dass die fleißigen Bienen des Schiffes sehr früh mit dem hörbaren Putzen beginnen.

Oberdeck bei Schönwetter!
Bleiben wir bei den Oberdecks, die bei Schönwetter natürlich gut besucht sind. Hat man hier doch etliche Swimmingpools und viele Möglichkeiten zum Relaxen. Nachteilig wirkt sich hier vielleicht die hohe Dichte an so genannten Proleten aus, die hier öffentlich ihren vermeintlichen Luxus zur Schau stellen. Dass tun sie vorwiegend indem sie sich lautstark unterhalten, unmöglich benehmen und ein unappetitliches Essverhalten an den Tag legen! Sie sind erfreulicherweise die Minderheit!

Laufstrecken in Kärnten: St. Veit - Muraunberg

Du läufst immer die gleiche Strecke?
Du suchst Abwechslung?
Du kennst aber kaum Alternativen?
Ersteres ist sowieso die schlechteste aller Lösungen, weder sportlich und motivierend schon gar nicht! Wenn es Spaß machen und/ oder etwas bringen soll, dann sollen die Laufeinheiten abwechslungsreich sein. Aber wo und wie findet man diese? Heutzutage im Internet! Nicht nur deshalb begann ich kürzlich einige meiner Laufstrecken hier im Blog vorzustellen. War es zuletzt der Track zum Ranftlhof, geht es heute wieder in den Wald bzw. Berg hinein, zu einer Strecke die sich lohnt zu laufen. Ruhig, anspruchsvoll und Natur pur!

Track St. Veit: Muraunberg
Der Muraunberg ist mein "Heimberg" und gleichzeitig auch der St. Veiter Hausberg! Er bietet viele Möglichkeiten, die nachfolgend beschriebene ist eine davon. Schon an der Karte rechts sieht man, dass es verwirrend werden kann. Daher habe ich versucht die Strecke so gut wie möglich zu beschreiben. Bitte diesbezüglich auch an den Fotos und dem GPSies-Track (mit selbst erklärenden Ansichten und Detailinformationen) am Ende des Blogbeitrages zu orientieren.

Wie zuletzt auch beginnen wir den Lauf wieder beim Hallenbad St. Veit. Von da starten wir hin zur Glan um am südlich gelegenen Weg bis zur Firma Porsche zulaufen und der Klagenfurter Straße entlang noch ein kurzes Stück nach links bis vor zur Orientierungstafel, wo viele Wanderwege beginnen.
Wir laufen also den normalen, breiten Weg hinauf, bis es nach zwei Kilometer scharf nach links geht. Der Weg führt dann wieder zu einer Rechtskurve und geht immer weiter nach oben, bis wir zu einer kleinen Lichtung kommen, an der eine Bank steht. Da geht es nun hinter der Bank im zick-zack und über Wurzeln weiter bis zu einem breiten Weg der rechts nach oben führt.

Es wird ein wenig dunkler und enger, aber auch weich, wurzelig. Kurz ein Stück nach unten, letztendlich aber doch wieder nach oben, vorbei an geschlägertem Holz. Fast oben laufen wir den Weg nicht gerade weiter, sondern scharf nach rechts und nach ein paar Metern nach links. Der höchste Punkt ist erreicht, das bedeutet, wir laufen endlich nach unten und gelangen recht bald zu einer Lichtung an der wir sofort nach links laufen.

Verona, Nabucco und der Gardasee

Im Jahr 2002 war ich das erste Mal in Verona, allerdings nur bei einem Zwischenstopp im Zuge einer Frankreichreise. Obwohl kein "Wiederholungstäter" wusste ich, dass dies nicht das letzte Mal war. Fünf Jahre später buchten meine Frau und ich einen Verona-Trip mit Opern-Besuch in der berühmten Arena di Verona! Aida stand am Programm. Und obwohl ich nicht zu den ausgewiesenen Opernfans zähle war ich von der Darbietung, wie auch der Atmosphäre angetan. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit die bezaubernde Stadt näher kennen zu lernen die viel Geschichte in sich trägt. Wie auch jene von Romeo und Julia, deren Haus mit Balkon ein Touristenmagnet ist!

Letztes Jahr ein Kurzausflug nach Verona. Bei schlechtem Wetter heizte Adele in der zweifach ausverkauften Arena mit ihrer kraftvollen Stimme so ein, dass sich die Wolken bald verzogen und wir ein Konzert der Extraklasse genießen konnten!

Vor einigen Tagen ging es wieder nach Verona. Die Anreise war insofern beschwerlich, weil wir nicht die einzigen waren, die sich auf den Weg machten. Staus ohne Ende verlängerten die Anreise recht ordentlich! Unser Quartier - das SHG Hotel Verona - lag auf dem Weg von der Autobahn in die Stadt. Es ist ziemlich neu renoviert, sehr sauber und empfehlenswert!

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel bei dem wir den Flair der Stadt ebenso genossen wie ein köstliches Eis oder ein feines, italienisches Abendmahl machten wir uns wieder auf den Weg zur Arena. Man muss rechtzeitig da sein, wenn man keine Platzkarten hat, denn die Steinstufen der hinteren Ränge sind bald besetzt! Dann warten wir bei sommerlichen Temperaturen bis endlich Verdi's Nabucco beginnt. In der aktuellen Aufführung hat Regisseur Arnaud Bernard den Opern-Klassiker von jedem biblischen Bezug befreit, modernisiert und zu einer antiösterreichischen Oper gemacht, was mich als Nichtkenner nicht störte.
Die Musik war ja die selbe und die Vorführung war genauso beeindruckend wie das Bühnenbild und die Gesangsdarbietungen mit großem Aufgebot. Der Gefangenenchor selbst eine beeindruckende und stimmgewaltige Szene (siehe aktuelles Video ganz unten)! Danach ging es noch auf einen Drink in den nach wie vor belebten Gassen der Altstadt!

Kärnten läuft und (m)ein Comeback!?

Sechs Jahre Wettkampf-Abstinenz liegen hinter mir, bis vor ein paar Tagen! Kenner wissen den Grund, der in einer langjährigen und dauerhaften Krankheit liegt. Es gab aber zunehmend gesundheitliche Fortschritte, die Ausfälle wurden weniger und die Laufeinheiten regelmäßiger. Das führte dazu, dass ich bereits zweimal beim Charity-Event "Wings for Life Run" mitmachte. Aber so ein richtiger Wettkampf ist halt doch etwas anderes! Was lag also näher als bei der größten Laufveranstaltung des Südens - Kärnten Läuft - einen Test zu wagen. Wohl wissend, dass die alten (Best-)Zeiten nicht mehr erreichbar sind. Darum geht und ging es hier auch nicht, sondern um endlich wieder einmal "Laufluft" zu schnuppern, Freunde zu treffen, dabei sein zu können! Daher ab zum Kärnten läuft Viertelmarathon!

Im Gegensatz zum ordentlich verregneten Vortag begann der Sonntag etwas kühl, aber vorwiegend sonnig. Ideales Laufwetter also! Und so versammelten sich am Spitz der Halbinsel in Pörtschach so an die 1.500 Menschen zum Start. Unter ihnen auch der amtierende Bundeskanzler Christian Kern mit Frau! Die Stimmung war gut, wohl auch weil die Antenne Kärnten musikalisch ordentlich einheizte. Ein Moderator machte zusätzlich gute Stimmung und interviewte einige Teilnehmer. Die Frage, die er dabei oft stellte gefiel mir gut. Nämlich, "Wann ist der Lauf für dich erfolgreich?"! Nicht an mich, beantwortet habe ich sie trotzdem: Wenn ich einen gleichmäßig, lockeren Lauf absolvieren und das Ziel unter einer Stunde erreichen kann!

Und? Hat sich der persönliche Erfolg eingestellt? Ja, weil sich mein Wunsch (siehe oben) mehr als erfüllte. Denn ursprünglich hatte ich an eine Zeit von 5:35 Minuten/ KM gedacht die für meinen Plan notwendig gewesen wäre. Gleich von Beginn an pendelte ich mich aber bereits bei einem Schnitt von 5:18 min/ KM ein um überraschenderweise festzustellen, dass noch mehr ginge (was sich dann auch am schnelleren Tempo gegen Ende hin bemerkbar machte)! Ein Risiko einzugehen wäre unsinnig gewesen und die tatsächliche Zielzeit von 55:53 Minuten ist für mich sowieso ein absoluter Wahnsinn und nach so vielen Entbehrungen mehr als ich mir je erträumt hatte!

Die weite Reise einer Hochzeitskarte aus dem Allgäu!

Wenn Menschen den Bund der Ehe schließen dann gibt es neben den "Klassikern" auch viele schöne Bräuche. Einer davon ist Karten mittels Luftballons steigen zu lassen, in der Hoffnung, dass diese auch gefunden werden weil das den Brautleuten zusätzliches Glück bringt. Das haben auch Nora & Florian gemacht, die sich in Buxheim, im deutschen Allgäu, am 7. Juli 2017 das Ja-Wort gegeben haben! Wahrscheinlich sind dann auch etliche Ballons gestartet worden und ebenso wahrscheinlich ist es auch, dass so manche schon beim Start "verglühten". Der Wunsch einer möglichst langen Reise der meisten Ballons ist ebenso legitim wie jener des gefunden werdens. Von einem können wir an dieser Stelle berichten!

Von jenem nämlich, der es bis nach Kärnten schaffte, genauer gesagt bis in den Muraunberg, im Süden der Stadt St. Veit an der Glan! In jenen Wald in dem meine Frau am 27. Juli 20017 vergeblich versuchte Schwammerln zu finden. Hartnäckig wie sie nun einmal ist stieg sie weiter bis ins tiefste Dickicht, um dann doch fündig zu werden - die Karte aus Bayern war's, die an der Schnur des roten Luftballons im Gestrüpp lag. An einer Stelle wo sich üblicherweise kaum ein Mensch hinein verirrt!

Die Karte, die einen Weg von mindestens 350 Kilometer (gerade Luftlinie) überstanden hat, die mit der Bitte versehen war, diese an das Brautpaar zu senden, weil dies Glück bringt, muss natürlich an den Absender zurück, was auch geschah. Aufgrund der Besonderheit der Geschichte war es uns auch ein Anliegen, diese Story als positiven Beitrag des Tages an eine Tageszeitung zu senden. Und die Kleine Zeitung Kärnten war dann auch so nett, diesen am 8. August 2017 zu veröffentlichen!

Wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dies das mediale Ende der Aktion war. Denn es ging weiter, und wie!

Laufstrecken in Kärnten: St. Veit - Ranftlhof-Taggenbrunn

Kärnten ist ein Paradies, die Landschaft einzigartig und die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung unbegrenzt! Laufen kann man hier überall! Nicht nur deshalb habe ich mir vorgenommen, ab sofort und regelmäßig einige Laufstrecken hier im Blog vorzustellen. Bei der ersten handelt es sich um eine meiner Lieblingsstrecken! Sie ist einigermaßen anspruchsvoll, führt vorwiegend durch bewaldetes Gebiet und weist doch so manche Höhenmeter auf.

Track St. Veit: Ranftlhof-Zensweg-Pupitsch-Hunnenbrunn-Sand-Tschirnig
Nachdem die meisten Läufer in St. Veit vom Hallenbad aus starten (sofern sie in Gruppen unterwegs sind) habe auch ich diesen beliebten Treffpunkt als Ausgangspunkt gewählt. Von dort geht es über das Wayerfeld bis zum Schloss Kölnhof. Im ersten Waldstück dann gleich die erste Steigung zum Ranftlhof hinauf. Am Reitgestüt und der - nach wie vor - beeindruckenden "Funder-Villa" vorbei führt die Strecke nach Zensweg.

In Zensweg laufen wir die Wimitzer Straße rechts weg Richtung Kraig, wo wir aber kurz nach dem Marterl zum Hl. Nepomuk wieder rechts zum Wald hin einbiegen. Der Weg nennt sich Schlossweg und führt eben dort hin, zum Schloss Hunnenbrunn, welches als Business-Center adaptiert wurde. Es könnte sich aber lohnen am wunderschön gelegenen Teich Rast zu machen, der in letzter Zeit zu einem wahren Schmuckstück gemacht wurde!

Music in the air! Äh "ear"!

Beim Thema Laufen mit Musik scheiden sich die Geister: Man liebt es oder man hasst es. „Für mich ist Musik wie Doping. Wenn es musikalisch zur Sache geht, motiviert mich das, auch beim Laufen noch einen Zahn zuzulegen“, sagen die einen. „Meine Musik sind die Geräusche der Natur – das Zwitschern der Vögel und das Rauschen des Windes. Dröhnung aus dem Kopfhörer brauche ich da nicht“, entgegnen die anderen.

Die zuletzt getätigte Aussage trift bei mir zu 100% zu. So streife ich bei meinen Läufen vorwiegend durch Wälder meiner Heimat von denen es eine ganze Menge gibt und die bei sommerlichen Temperaturen zudem höchst angenehm wirken. Ich genieße also "Natur pur", höre die Geräusche des Waldes, die Vögel und nehme die Kraft der Umgebung in mich auf. So kann es auch sein, dass ich neben einem kräftigen Baum stehen bleibe, diesen anfasse um so einen Teil seiner Energie aufzunehmen. Ich liebe also die Natur, in die ich glücklicherweise hineingeboren wurde! Würde ich diese so bewusst auch mit Musik in den Ohren erleben? Wohl kaum!

Warum Supetar und nicht Bol?

Die Insel Brac zählt, wie viele andere Destinationen in Kroatien auch, zu den begehrten Urlaubszielen. Vorausgesetzt man ist bereit eine weite Anreise auf sich zu nehmen, denn immerhin geht es bis nach Split, um dann mit der Fähre das angepeilte Ziel - Supetar - zu erreichen. Diesmal allerdings als Busreisende. Erstmals nahmen wir dabei die Leistungen von THV-Reisen in Anspruch!

Auf Brac waren wir vor mehr als zwanzig Jahren schon einmal (damals mit dem Flieger). Auch die Ferienanlage kannten wir bereits, die nun Waterman Svpetrvs Resort heißt und um ein vielfaches größer und schöner ist. Mehrere Hotels, Restaurants und unzählige Appartements warten hier auf die zahlreichen Gäste. Freizeitangebote sowieso und gutes Essen natürlich auch. Alles zu beschreiben würde den Rahmen der Story eindeutig sprengen, es empfiehlt sich daher die unzähligen Informationen im Internet abzurufen oder - noch besser - selbst dort hin zu fahren. Schon allein der sauberen Strände wegen, wobei wir jenen von Banj bevorzugten, der uns feinsten Sand (!!) unter den Füßen spüren ließ!

Da wir das nahe gelegene Split bereits kannten und auch wussten, dass die Stadt wenig zu bieten hat, verbrachten wir - entgegen unserer sonstigen Gepflogenheiten - die vier Tage (die uns nach Abzug der An- und Abreise blieben) fast zur Gänze auf der Insel und genossen die Annehmlichkeiten der riesigen Anlage. Das klare Wasser lud täglich zum mehrmaligen Baden ein, denn auch die Temperatur war bereits recht angenehm. Dazwischen und abends gab es immer wieder Spaziergänge und zweimal schnürte ich auch die Laufschuhe.

Laufen und Wandern in der Fremde! Aber wo?

Die Zeit der Sommerurlaube naht für viele und auch ich verreise demnächst wieder - an's Meer! Wie fast immer sind natürlich auch meine Laufschuhe mit im Gepäck. Das bedeutet, dass neben den vielen Möglichkeiten am Wasser auch sonstige sportliche Aktivitäten geplant sind und ein paar feine Laufeinheiten sowieso. Aber wo? Denn die Outdoor-Strecken der Heimat kennt man ja, jene in der näheren Umgebung vielleicht auch, aber ein wenig weiter weg, oder gar in anderen Ländern und Kontinenten wird's schon schwierig! Es kann - im Normalfall - also schon vorkommen, dass man dabei planlos etliche Irrwege in Kauf nehmen muss, um wenigstens halbwegs passable Lauf- und Wanderstrecken zu finden.

Die eine Variante, vor Ort nach geeigneten Karten und Informationen zu fragen, können wir getrost vergessen. Sie funktioniert fast nie! Es gibt aber keine Ausrede um Urlaube nicht doch stressfrei genießen zu können! Denn man kann rechtzeitig und voraus schauend planen, weil sich genügend Aufzeichnungen im Internet finden! Wobei an dieser Stelle bewusst jene Seiten ausgeklammert werden, die in Verbindung zur gelaufenen Zeit stehen, wie z.B. runtastic, Garmin Connect uvm. Die Zeiten sind im gegebenen Fall nebensächlich, was zählt sind die Strecken und daher denke ich an Tools wie GPSies.com.

Was bedeutet das konkret für Freizeit- bzw- Freiluft-Sportler? Wenn du einen fremden Ort besuchst, dann stöberst du einfach bei GPSies, weil hier Lauf-, Wander- und sonstige Strecken aus der ganzen Welt zu finden sind. Du gibst den Ort ein und die gewünschte Sportart. Dann erhältst du jene Strecken, die andere User eingegeben haben. Mit allen Informationen die du brauchst, wie z.B. Länge, Beschreibung, Entfernung und Höhenangaben. Somit gibt es genügend Möglichkeiten am Ort deiner Wahl relativ rasch deinem Outdoor-Hobby nachzugehen, weil tausende Menschen ihre Tracks hochgeladen haben, wie ich übrigens auch!

Das bedeutet, auch der Rastlose macht regelmäßige Aufzeichnungen mit einer GPS-Uhr die dann (in meinem Fall) an Garmin Connect geschickt werden. Hier finden sich die Läufe und Wettbewerbe der letzten Jahre. Interessante Tracks, von denen ich annehme dass diese auch von anderen gelaufen oder gegangen werden können, trage ich auch in meinen Account bei GPSies ein. Bisher sind es so an die 70, aus meiner Heimat, aus Europa und darüber hinaus, aber auch aus vielen Wettbewerben. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei, wer weiß?

Der Rastlose bei
- Garmin Connect
- GPSies

Quo vadis Sonnenlauf?

Seit dem Jahr 2004 veranstaltet der LC Vitus den St. Veiter Sonnenlauf, kürzlich sogar schon in der 14. Auflage! Gratulation an alle AthletInnen, die dabei waren, gekämpft und dabei ihre kleinen und großen Ziele erreicht und/ oder sogar über erfüllt haben! Man sah viele Leistungen auf hohem Niveau und von Eva Wutti sogar einen neuen Kärntner Halbmarathon-Rekord! Lob gebührt natürlich auch dem routinierten Organisationsteam, welches für den reibungslosen Ablauf sorgte! Trotzdem ist schon seit längerer Zeit ein Rückgang bei den Finishern feststellbar, wie dies die Grafik rechts unten verdeutlicht! Warum eigentlich?

Foto: Kleine Zeitung vom 8. Mai 2017
Das liegt nicht an den Teilnehmern die ihr Bestes geben, auch nicht am bereits erwähnten Ablauf, sehr wohl aber an der fehlenden Weiterentwicklung. Was einst gut war ist jetzt überholt! So deutet vieles darauf hin, dass der Wettbewerb im Entwicklungsstadium stecken geblieben ist. Denn wenn man sieht, dass an der Strecke kaum Menschen zu finden sind, die Sieger nahezu unbemerkt am Hauptplatz einlaufen, die Anreize dabei zu sein sich auf den persönlichen Ehrgeiz beschränken, dann fehlt was! So ist das auch wenig verwunderlich, wenn am Tag danach kaum etwas in der Presse zu lesen ist, noch die Webseite aktuelle Informationen zeigt.

Eine große Chance hat man bereits im Jahr 2013 vergeigt, wo die 10. Auflage dieser prestigeträchtigen Veranstaltung genauso untergegangen ist wie das gleichzeitig stattfindende 10-Jahr-Jubiläum des Veranstalter-Vereines. Anstatt eventuell ehemalige SiegerInnen und/ oder Personen der ersten Stunde einzuladen und das Ereignis in vielfältiger und verdienter Weise zu feiern, hat man es tot geschwiegen! Mich sowieso!

Wings for Life, die ganze Welt läuft für einen guten Zweck, so auch ich!

Es handelt sich bei diesem einzigartigen Wettbewerb um den "Wings for Life Run", der am 7. Mai 2017 bereits zum vierten Mal ausgetragen wurde und dessen Erlös zur Gänze der Rückenmarkforschung zufließt und von RedBull organisiert und veranstaltet wird. Nachfolgend eine Kurzbeschreibung des einzigartigen Wettbewerbes:
Veranstalterfoto/ wingsforliferun
In 25 Städten auf der ganzen Welt wird zeitgleich der Wings for Life World Run eröffnet. Bei diesem einzigartigen Charitylauf gibt es keinen Zieleinlauf. Jeder Läufer kann so lange laufen bis er vom sogenannten Catcher Car überholt wird. Dieses setzt sich genau 30 Minuten nach dem Startschuss in Bewegung und erhöht sukzessive seine Geschwindigkeit. Ein Großteil der Läufer wird zwischen Kilometer 12 und 23 eingeholt. Die schnellsten Läufer der Welt erreichen beim Wings for Life Run allerdings bis zu 90 km.
Der Sieger war erstmals ein Rollstuhlfahrer und wurde in Dubai gekürt. Aron Anderson (SWE) gewann mit unglaublichen 92,14 Kilometern. Der Läufer mit der am weitesten gelaufenen Distanz ist Bartosz Olszewski (POL) mit 88,06 Kilometern.

Bedingt durch meine positiven Eindrücke aus dem Vorjahr, die ich - trotz mäßigem Abschneidens - mitgenommen habe, ließ ich es mir nicht nehmen, auch heuer wieder dabei zu sein wenn es heißt "Laufen und Spenden"! Am Vortag in Wien angekommen übernachtete ich in der Pension Lehrerhaus, unweit des Startgeländes. Praktisch! So genoss ich die Zeit bis zum Start um dem Treiben am Rathausplatz zuzusehen, aber auch ein wenig die Stadt zu genießen und mich gedanklich auf den nächsten Tag einzustimmen.