Laufstrecken im Ausland: Central Park - New York

Gab es bisher Tipps zu Laufstrecken aus der Heimat, so ist heute New York City (NYC) das Ziel der nachfolgenden Vorstellung. Der Grund liegt darin, dass dieser Tage eine der größten und spektakulärsten Laufveranstaltungen der Welt stattgefunden hat, der NYC Marathon, der stets am ersten Sonntag im November zig-tausende Athleten in die Millionen-Metropole bringt. Im Jahr 2009 hatte ich selbst die Möglichkeit an diesem Marathon teilzunehmen, aber auch im wohl berühmtesten Stadtpark der Welt zu laufen. nachfolgend also mein November-Tipp!

Jackie Kennedy Reservoir, Richtung Westen (© RHuber)
Damals wohnte ich in Sichtweite zum Central Park, was in jeder Hinsicht praktisch war. So war es (nicht nur im Sinne der Worte, sondern auch tatsächlich) sehr nahe liegend, dass ich gleich nach dem größten Laufabenteuer meines Lebens die Gelegenheit nutzte den riesigen Park morgens im Laufschritt zu erkunden. Ausgangspunkt war also das Hotel Wellington, von wo man geradeaus in den Park hineinlaufen kann. Mein Ziel war diesen zur Gänze und entgegen des Uhrzeigersinns zu umrunden.  Es war ein wolkenloser Herbsttag und obwohl ich zeitig unterwegs war kreuzten schon sehr viele Menschen meinen Weg.

Westseitig zurück zum Ausgangspunkt (© RHuber)
Ich steuerte den breiten Weg nach rechts an, der sich zu Beginn Center Drive nennt und der Länge nach in den East Drive übergeht und den ich somit ostseitig bis zu seinem Ende weiterlaufe. Bald wird die 79th St und kurze Zeit später die 85th St Transverse überquert um dann gleich über den riesigen See zu staunen der sich vor mir auftut und den ich in dieser Dimension nicht erwartet hätte. Dem Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir welches ziemlich genau in der Mitte liegt und fast die gesamte Breite des Centralparks einnimmt. Hier heißt es innehalten den See und die dahinter in den Himmel ragende und stets beeindruckende Skyline zu genießen.

Ein Eichhörnchen (© RHuber)
Wenn man mit offenen Augen unterwegs ist kann man hier, in der "Grünen Lunge" New Yorks viel sehen und erleben. Die vielen Bäume zeigen ihre herbstliche Farbenpracht, die Eichhörnchen, die ich hier in großer Zahl gesehen habe, holen sich den Futtervorrat. Man trifft natürlich auf unzählige Freizeitsportler, läuft vorbei an etlichen Statuen bekannter Zeitgenossen, wie auch an Spiel- und Freizeitzentren.
Gute Koordinationsübung  RHuber)

Der Weg geht nach mehreren Schlenkern bis hinunter zum Harlem Meer. Was groß klingt, ist in Wirklichkeit nur ein kleiner See an der Nordseite des CP. Das bedeutet, jetzt geht es in einem Bogen nach links weiter und am West Drive zurück. Wieder vorbei am Jackie O. Reservoir welches westseitig umzäunt ist. Bald ist jene Stelle erreicht, an der das Ziel des New York Marathons steht, das ich diesmal allerdings von der Rückseite her durchquere. "Strawberry Fields", die Gedenkstätte von John Lennon ist erreicht, der hier in der Nähe (Dakota Building) erschossen wurde. Wenig später laufe ich nach dem Columbus Circle wieder an die Südseite des Central Parks.

Knapp elf Kilometer habe ich in den Beinen, als ich beim Hotel wieder ankomme und einen Morgenlauf für die Ewigkeit. Traumhaft schön und unvergesslich!! Nachdem ich mich im Hotel frisch gemacht hatte gönnte ich mir im Europa Cafe ein gutes Frühstück um anschließend den südlichen Teil Manhattans zu Fuß zu erkunden ...!

Lohnt sich ein Urlaub am Kreuzfahrtschiff?

Die MSC Preziosa
Kürzlich unternahmen meine Frau und ich eine schöne und unvergessliche Reise um Westeuropa. Unvergesslich auch deshalb, weil ich am Weg vom Hamburger Flughafen zum Schiff mein Handy in einem unbekannten Taxi mit unbekanntem Ziel vergaß. Nachdem die unglaubliche Geschichte (HIER nachzulesen) noch am selben Tag ein Happyend fand konnten wir uns voll auf die Kreuzfahrt konzentrieren, die uns mit der MSC Preziosa von Hamburg bis nach Genua führte!

Im ersten Beitrag geht es um den mehrtägigen Aufenthalt bzw. dem Leben auf der MSC Preziosa aus unserer Sicht. Die Beschreibungen zu den einzelnen Stationen (Hamburg, Zeebrügge, Southhampton, La Coruna, Lissabon, Gibraltar, Barcelona) folgen demnächst!

Unsere Balkonkabine
Da wir bereits im Jahr 2013 mit der bewährten Flotte von MSC Kreuzfahrten unterwegs waren (siehe LINK) kannten wir uns bereits ein wenig aus und nahmen daher auch wieder eine (sehr geräumige) Balkonkabine der Kategorie Fantasica. Diesmal im 13. Stock. Ganz oben ist empfehlenswert, das letzte Stockwerk unter dem Freizeitbereich des darüber liegenden Oberdecks weniger. Denn bedingt dadurch, dass dieses über die Kabine hinausragt hat man eine Art Vordach mit Sichteinschränkungen. Hinzu kommt, dass die fleißigen Bienen des Schiffes sehr früh mit dem hörbaren Putzen beginnen.

Oberdeck bei Schönwetter!
Bleiben wir bei den Oberdecks, die bei Schönwetter natürlich gut besucht sind. Hat man hier doch etliche Swimmingpools und viele Möglichkeiten zum Relaxen. Nachteilig wirkt sich hier vielleicht die hohe Dichte an so genannten Proleten aus, die hier öffentlich ihren vermeintlichen Luxus zur Schau stellen. Dass tun sie vorwiegend indem sie sich lautstark unterhalten, unmöglich benehmen und ein unappetitliches Essverhalten an den Tag legen! Sie sind erfreulicherweise die Minderheit!

Lobby-Bereich
Ein Schiff dieser Größenordnung ist wie eine kleine Stadt mit allem was dein Herz begehrt. Die Unterhaltungsmöglichkeiten für Jung und Alt und die täglichen Shows im riesigen Theater (für 1.600 Personen!) halten jeden internationalen Vergleich stand. Tagsüber vielleicht mit Wellness, beim Relaxen, der Stärkung in einer der Bars und Cafe's oder am Abend in einem der unzähligen Restaurants oder in der atemberaubenden Lobby, die glitzert und funkelt. Langeweile kommt hier wohl kaum auf!
Mitten im Geschehen immer wieder Jimmy, der Kreuzfahrtdirektor. Egal ob er mehrsprachige Durchsagen macht, im Theater die Shows präsentiert oder zu späterer Stunde selbst zur Gitarre greift und Elvis singt. Der Mann ist ein Naturereignis, stets gut gelaunt, humorvoll und kompetent!

Restaurant Golden Lobster
Für Essen und Trinken gibt es hinreichend Möglichkeiten, wobei wir jene im Restaurant Golden Lobster bevorzugten. Es gab stets mehrere Menus zur Auswahl, die vom durchwegs freundlichen Personal rasch serviert wurden. Alternativ hatte man auch die Möglichkeit im großen Buffet am Oberdeck zu speisen, welches wir sowieso mittags in Anspruch nahmen, wenn wir am Schiff waren. Gefrühstückt haben wir zumeist auch ganz oben, weil es nur ein Stockwerk ober uns lag. Allgemein ist das Essen im Preis enthalten, für die Getränke kann man vorab ein entsprechendes Paket mit einem Pauschalpreis buchen und vereinfacht die Abwicklung!

Abschied von der MSC Preziosa
Immer wieder beeindruckend sind Organisation und Logistik auf so einem Giganten, wo doch einige tausend Menschen zu koordinieren sind. Egal ob bei Landausflügen, Änderungen im Fahrplan (in unserem Fall Zeebrügge anstelle von Le Havre), die diversen Veranstaltungen, Notfälle und Wünsche bei manchen Gästen, beim Ein- und ganz besonders dem Auschecken. Es funktioniert nahezu reibungslos! Beruhigt können auch jene mit empfindlichem Magen sein, man spürt kaum, dass das Schiff fährt. Wer dennoch vorsorgen will, dem sei das dem Sea-Band gegen Reiseübelkeit empfohlen.

Fazit!
Natürlich Raunzer und Nörgler wird es immer geben und wenn man etwas finden will, so findet man es auch! Vielleicht war das Essen beim letzten Mal bekömmlicher, vielleicht hat das eine oder andere vielleicht nicht 100%ig geklappt, in Summe war es ein Traumurlaub und das zählt! Die Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren wieder ein Angebot von MSC Kreuzfahrten in Anspruch zu nehmen ist daher sehr hoch! Vielleicht einmal in den hohen Norden? Wer weiß?
Um abschließend die Frage in der Überschrift zu beantworten ob sich ein Urlaub am Kreuzfahrtschiff lohnt.
Das muss jeder für sich selbst tun. Für uns lautet sie JA! Probieren wäre so eine Empfehlung!

Eine kurze Übersicht zur MSC Preziosa gibt's im nachfolgenden Video!

Laufstrecken in Kärnten: St. Veit - Muraunberg

Du läufst immer die gleiche Strecke?
Du suchst Abwechslung?
Du kennst aber kaum Alternativen?
Ersteres ist sowieso die schlechteste aller Lösungen, weder sportlich und motivierend schon gar nicht! Wenn es Spaß machen und/ oder etwas bringen soll, dann sollen die Laufeinheiten abwechslungsreich sein. Aber wo und wie findet man diese? Heutzutage im Internet! Nicht nur deshalb begann ich kürzlich einige meiner Laufstrecken hier im Blog vorzustellen. War es zuletzt der Track zum Ranftlhof, geht es heute wieder in den Wald bzw. Berg hinein, zu einer Strecke die sich lohnt zu laufen. Ruhig, anspruchsvoll und Natur pur!

Track St. Veit: Muraunberg
Der Muraunberg ist mein "Heimberg" und gleichzeitig auch der St. Veiter Hausberg! Er bietet viele Möglichkeiten, die nachfolgend beschriebene ist eine davon. Schon an der Karte rechts sieht man, dass es verwirrend werden kann. Daher habe ich versucht die Strecke so gut wie möglich zu beschreiben. Bitte diesbezüglich auch an den Fotos und dem GPSies-Track (mit selbst erklärenden Ansichten und Detailinformationen) am Ende des Blogbeitrages zu orientieren.

Wie zuletzt auch beginnen wir den Lauf wieder beim Hallenbad St. Veit. Von da starten wir hin zur Glan um am südlich gelegenen Weg bis zur Firma Porsche zulaufen und der Klagenfurter Straße entlang noch ein kurzes Stück nach links bis vor zur Orientierungstafel, wo viele Wanderwege beginnen.
Wir laufen also den normalen, breiten Weg hinauf, bis es nach zwei Kilometer scharf nach links geht. Der Weg führt dann wieder zu einer Rechtskurve und geht immer weiter nach oben, bis wir zu einer kleinen Lichtung kommen, an der eine Bank steht. Da geht es nun hinter der Bank im zick-zack und über Wurzeln weiter bis zu einem breiten Weg der rechts nach oben führt.

Es wird ein wenig dunkler und enger, aber auch weich, wurzelig. Kurz ein Stück nach unten, letztendlich aber doch wieder nach oben, vorbei an geschlägertem Holz. Fast oben laufen wir den Weg nicht gerade weiter, sondern scharf nach rechts und nach ein paar Metern nach links. Der höchste Punkt ist erreicht, das bedeutet, wir laufen endlich nach unten und gelangen recht bald zu einer Lichtung an der wir sofort nach links laufen.

Ein sehr breiter und längerer Weg lädt dich ein es so richtig tuschen zu lassen. Unten angekommen laufen wir nach rechts und gelangen bald zu einem Schild, welches auf den "Hemma-Pilgerweg" hinweist, der nach links führt. Genau da wollen wir auch hin! Ein Weg über weiches Gras, vorbei an einem (wie hier, oftmals überfluteten) Bächlein und hinweg über viele Wurzeln bringt uns zur Waldkapelle der "Schwarzen Mutter Gottes".

Hier kann man gesundes, klares und rechtsdrehendes Wasser trinken, sich einem kurzen Gebet hingeben um dann das letzte Stück bis zum Ausgangspunkt zu laufen. Wenn wir das geschafft haben dann waren wir ca. 9 Kilometer unterwegs und haben an die 250 Höhenmeter überwunden. Respekt!

Alle Fotos findest du durch Kick auf das nachfolgende Bild der "Schwarzen Muttergottes"!


Streckendetails im nachfolgendem GPSies-Link neben der Österreich-Flagge!

Verona, Nabucco und der Gardasee

Im Jahr 2002 war ich das erste Mal in Verona, allerdings nur bei einem Zwischenstopp im Zuge einer Frankreichreise. Obwohl kein "Wiederholungstäter" wusste ich, dass dies nicht das letzte Mal war. Fünf Jahre später buchten meine Frau und ich einen Verona-Trip mit Opern-Besuch in der berühmten Arena di Verona! Aida stand am Programm. Und obwohl ich nicht zu den ausgewiesenen Opernfans zähle war ich von der Darbietung, wie auch der Atmosphäre angetan. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit die bezaubernde Stadt näher kennen zu lernen die viel Geschichte in sich trägt. Wie auch jene von Romeo und Julia, deren Haus mit Balkon ein Touristenmagnet ist!

Letztes Jahr ein Kurzausflug nach Verona. Bei schlechtem Wetter heizte Adele in der zweifach ausverkauften Arena mit ihrer kraftvollen Stimme so ein, dass sich die Wolken bald verzogen und wir ein Konzert der Extraklasse genießen konnten!

Vor einigen Tagen ging es wieder nach Verona. Die Anreise war insofern beschwerlich, weil wir nicht die einzigen waren, die sich auf den Weg machten. Staus ohne Ende verlängerten die Anreise recht ordentlich! Unser Quartier - das SHG Hotel Verona - lag auf dem Weg von der Autobahn in die Stadt. Es ist ziemlich neu renoviert, sehr sauber und empfehlenswert!

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel bei dem wir den Flair der Stadt ebenso genossen wie ein köstliches Eis oder ein feines, italienisches Abendmahl machten wir uns wieder auf den Weg zur Arena. Man muss rechtzeitig da sein, wenn man keine Platzkarten hat, denn die Steinstufen der hinteren Ränge sind bald besetzt! Dann warten wir bei sommerlichen Temperaturen bis endlich Verdi's Nabucco beginnt. In der aktuellen Aufführung hat Regisseur Arnaud Bernard den Opern-Klassiker von jedem biblischen Bezug befreit, modernisiert und zu einer antiösterreichischen Oper gemacht, was mich als Nichtkenner nicht störte.
Die Musik war ja die selbe und die Vorführung war genauso beeindruckend wie das Bühnenbild und die Gesangsdarbietungen mit großem Aufgebot. Der Gefangenenchor selbst eine beeindruckende und stimmgewaltige Szene (siehe aktuelles Video ganz unten)! Danach ging es noch auf einen Drink in den nach wie vor belebten Gassen der Altstadt!

Die Rückreise erfolgte - wie vor zehn Jahren auch - am wunderschönen Gardasee vorbei. Das heißt nicht ganz, weil wir natürlich zwischendurch auch Rast machen. Plätze finden sich genug! Wie üblich waren wahrscheinlich zigtausende Menschen unterwegs, die Straßen und Orte also bummvoll! Die schöne Landschaft verließen wir dann Richtung Autobahn, die wir bis Bozen fuhren um dann in das Pustertal abzubiegen. Dieses erstreckt sich bis Lienz und gilt als eines der beliebtesten Täler der Alpen. Wohl auch deshalb, weil es hier mit den "Drei-Zinnen", dem Wahrzeichen der Dolomiten ein bekanntes Ausflugsziel gibt. Wir blieben wieder einmal in Innichen stehen. Hier fand gerade ein Handwerksmarkt statt durch den wir bummelten, um uns dann nochmals für den Rest der Reise zu stärken!

Schön wars' aber auch anstrengend, denn die 900 gefahrenen Kilometer, der rege Verkehr und die vielen Stau's hatten es in sich. Ich glaube, das nächste Mal bleiben wir wieder etwas länger ...!

Kärnten läuft und (m)ein Comeback!?

Sechs Jahre Wettkampf-Abstinenz liegen hinter mir, bis vor ein paar Tagen! Kenner wissen den Grund, der in einer langjährigen und dauerhaften Krankheit liegt. Es gab aber zunehmend gesundheitliche Fortschritte, die Ausfälle wurden weniger und die Laufeinheiten regelmäßiger. Das führte dazu, dass ich bereits zweimal beim Charity-Event "Wings for Life Run" mitmachte. Aber so ein richtiger Wettkampf ist halt doch etwas anderes! Was lag also näher als bei der größten Laufveranstaltung des Südens - Kärnten Läuft - einen Test zu wagen. Wohl wissend, dass die alten (Best-)Zeiten nicht mehr erreichbar sind. Darum geht und ging es hier auch nicht, sondern um endlich wieder einmal "Laufluft" zu schnuppern, Freunde zu treffen, dabei sein zu können! Daher ab zum Kärnten läuft Viertelmarathon!

Im Gegensatz zum ordentlich verregneten Vortag begann der Sonntag etwas kühl, aber vorwiegend sonnig. Ideales Laufwetter also! Und so versammelten sich am Spitz der Halbinsel in Pörtschach so an die 1.500 Menschen zum Start. Unter ihnen auch der amtierende Bundeskanzler Christian Kern mit Frau! Die Stimmung war gut, wohl auch weil die Antenne Kärnten musikalisch ordentlich einheizte. Ein Moderator machte zusätzlich gute Stimmung und interviewte einige Teilnehmer. Die Frage, die er dabei oft stellte gefiel mir gut. Nämlich, "Wann ist der Lauf für dich erfolgreich?"! Nicht an mich, beantwortet habe ich sie trotzdem: Wenn ich einen gleichmäßig, lockeren Lauf absolvieren und das Ziel unter einer Stunde erreichen kann!

Und? Hat sich der persönliche Erfolg eingestellt? Ja, weil sich mein Wunsch (siehe oben) mehr als erfüllte. Denn ursprünglich hatte ich an eine Zeit von 5:35 Minuten/ KM gedacht die für meinen Plan notwendig gewesen wäre. Gleich von Beginn an pendelte ich mich aber bereits bei einem Schnitt von 5:18 min/ KM ein um überraschenderweise festzustellen, dass noch mehr ginge (was sich dann auch am schnelleren Tempo gegen Ende hin bemerkbar machte)! Ein Risiko einzugehen wäre unsinnig gewesen und die tatsächliche Zielzeit von 55:53 Minuten ist für mich sowieso ein absoluter Wahnsinn und nach so vielen Entbehrungen mehr als ich mir je erträumt hatte!

Rückblickend war es richtig, gerade bei Kärnten läuft den Wiedereinstieg zu versuchen. Es ist schließlich DER jährliche Fixpunkt der Laufszene bei dem sich alle treffen. Egal ob jung, alt, schnell oder langsam. Familien, Kinder und Hunde sind ebenso dabei, wie Gäste aus dem In- und Ausland. Respekt und Anerkennung gilt der erprobten Kombination, bestehend aus dem Profi Michael Kummerer (heuer erstmals mit eigener Agentur), der Kleinen Zeitung, wie auch der Raiffeisen-Landesbank, die Gästen und Athleten wieder ein Laufevent der Extraklasse bescherte. Hinzu kommt die einzigartige Kulisse Kärntens, wie auch die Streckenwahl entlang des Wörthersees.

Mein persönliches Resumee?
Ich bin froh mich - nach längerem Zögern - für eine Teilnahme entschieden zu haben, die für mich sportlich, wie auch emotional, mehr als erfolgreich verlief! Besteht nun die Gefahr zum "Wiederholungstäter" zu werden? Ich weiß es nicht ...!

Nachfolgend noch meine Aufzeichnungen

Die weite Reise einer Hochzeitskarte aus dem Allgäu!

Wenn Menschen den Bund der Ehe schließen dann gibt es neben den "Klassikern" auch viele schöne Bräuche. Einer davon ist Karten mittels Luftballons steigen zu lassen, in der Hoffnung, dass diese auch gefunden werden weil das den Brautleuten zusätzliches Glück bringt. Das haben auch Nora & Florian gemacht, die sich in Buxheim, im deutschen Allgäu, am 7. Juli 2017 das Ja-Wort gegeben haben! Wahrscheinlich sind dann auch etliche Ballons gestartet worden und ebenso wahrscheinlich ist es auch, dass so manche schon beim Start "verglühten". Der Wunsch einer möglichst langen Reise der meisten Ballons ist ebenso legitim wie jener des gefunden werdens. Von einem können wir an dieser Stelle berichten!

Von jenem nämlich, der es bis nach Kärnten schaffte, genauer gesagt bis in den Muraunberg, im Süden der Stadt St. Veit an der Glan! In jenen Wald in dem meine Frau am 27. Juli 20017 vergeblich versuchte Schwammerln zu finden. Hartnäckig wie sie nun einmal ist stieg sie weiter bis ins tiefste Dickicht, um dann doch fündig zu werden - die Karte aus Bayern war's, die an der Schnur des roten Luftballons im Gestrüpp lag. An einer Stelle wo sich üblicherweise kaum ein Mensch hinein verirrt!

Die Karte, die einen Weg von mindestens 350 Kilometer (gerade Luftlinie) überstanden hat, die mit der Bitte versehen war, diese an das Brautpaar zu senden, weil dies Glück bringt, muss natürlich an den Absender zurück, was auch geschah. Aufgrund der Besonderheit der Geschichte war es uns auch ein Anliegen, diese Story als positiven Beitrag des Tages an eine Tageszeitung zu senden. Und die Kleine Zeitung Kärnten war dann auch so nett, diesen am 8. August 2017 zu veröffentlichen!

Wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dies das mediale Ende der Aktion war. Denn es ging weiter, und wie!

Gleich am Tag des Erscheinens des Artikels in der Kleinen Zeitung meldete sich beim österreichischen Musiksender Ö3 und kündigte den Wunsch zu einem Interview für die Ö3 Drivetime-Show an. Gesagt getan (siehe Flo und Nora Teil 1). Da sich das Brautpaar auf die Rücksendung der Karte noch immer nicht gemeldet hat ließ Ö3 nicht locker und nahm Kontakt zum deutschen Partnersender Bayern 3 auf, die bei der Suche der beiden helfen soll. Das ist auch gelungen! Daher gab es am nächsten Tag im Ö3 Wecker Ausschnitte aus der Telefonkonferenz zu hören, die Elisabeth mit Flo führte. Der Grund des Nichtmeldens ist ein verständlicher, die beiden flittern noch! An dieser Stelle also euch beiden die besten Wünsche zur Hochzeit, verbunden mit ewigen Glück, welches aufgrund der Karte sowieso gewährleistet sein müsste!

Medienberichte - Kleine Zeitung,
Ö3 und Bayern3
An dieser Stelle vielen Dank
- an meine Frau als Finderin und vor allem ihrer Initiative
- an die Kleine Zeitung, die sich der Geschichte annahm
- an Ö3 für die Verbreitung in der Drivetime und dem Wecker
- an Bayern3 für die tatkräftige Unterstützung
und natürlich herzlichen Glückwunsch an das Brautpaar!

Nachfolgend die Links zu
- der Geschichte in der Kleinen Zeitung
  und auf der Facebook-Seite der Kleinen Zeitung
- die tolle Aufbereitung auf Ö3
  und auf der Facebook-Seite von Ö3
das gelöste Rätsel durch Bayern3
  und auf der Facebook-Seite von Bayern3
- Ö3 Drivetime - Interview mit der Finderin
- Ö3 Wecker - Telefonkonferenz Finderin und Bräutigam

Laufstrecken in Kärnten: St. Veit - Ranftlhof-Taggenbrunn

Kärnten ist ein Paradies, die Landschaft einzigartig und die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung unbegrenzt! Laufen kann man hier überall! Nicht nur deshalb habe ich mir vorgenommen, ab sofort und regelmäßig einige Laufstrecken hier im Blog vorzustellen. Bei der ersten handelt es sich um eine meiner Lieblingsstrecken! Sie ist einigermaßen anspruchsvoll, führt vorwiegend durch bewaldetes Gebiet und weist doch so manche Höhenmeter auf.

Track St. Veit: Ranftlhof-Zensweg-Pupitsch-Hunnenbrunn-Sand-Tschirnig
Nachdem die meisten Läufer in St. Veit vom Hallenbad aus starten (sofern sie in Gruppen unterwegs sind) habe auch ich diesen beliebten Treffpunkt als Ausgangspunkt gewählt. Von dort geht es über das Wayerfeld bis zum Schloss Kölnhof. Im ersten Waldstück dann gleich die erste Steigung zum Ranftlhof hinauf. Am Reitgestüt und der - nach wie vor - beeindruckenden "Funder-Villa" vorbei führt die Strecke nach Zensweg.

In Zensweg laufen wir die Wimitzer Straße rechts weg Richtung Kraig, wo wir aber kurz nach dem Marterl zum Hl. Nepomuk wieder rechts zum Wald hin einbiegen. Der Weg nennt sich Schlossweg und führt eben dort hin, zum Schloss Hunnenbrunn, welches als Business-Center adaptiert wurde. Es könnte sich aber lohnen am wunderschön gelegenen Teich Rast zu machen, der in letzter Zeit zu einem wahren Schmuckstück gemacht wurde!

Nun geht es bei Hunnenbrunn kurz zur Hauptstraße wo es beim Ortsende Sand nach rechts und nach Überquerung des Wimitzbaches wieder rechts in den Wald geht. Auf weichem Boden geht es einige Kilometer dahin bis man neben der Schnellstraße wieder eine kurze Strecke an der Straße läuft. Taggenbrunn im Blickfeld geht es unter der Burg den Wg entlang, um bei Tschirnig wieder zum Ausgangspunkt zurückzulaufen.

Die gesamte Fotoserie findest du durch Kick auf den LINK.
Streckendetails im nachfolgendem GPSies-Track! Viel Spaß!

Music in the air! Äh "ear"!

Beim Thema Laufen mit Musik scheiden sich die Geister: Man liebt es oder man hasst es. „Für mich ist Musik wie Doping. Wenn es musikalisch zur Sache geht, motiviert mich das, auch beim Laufen noch einen Zahn zuzulegen“, sagen die einen. „Meine Musik sind die Geräusche der Natur – das Zwitschern der Vögel und das Rauschen des Windes. Dröhnung aus dem Kopfhörer brauche ich da nicht“, entgegnen die anderen.

Die zuletzt getätigte Aussage trift bei mir zu 100% zu. So streife ich bei meinen Läufen vorwiegend durch Wälder meiner Heimat von denen es eine ganze Menge gibt und die bei sommerlichen Temperaturen zudem höchst angenehm wirken. Ich genieße also "Natur pur", höre die Geräusche des Waldes, die Vögel und nehme die Kraft der Umgebung in mich auf. So kann es auch sein, dass ich neben einem kräftigen Baum stehen bleibe, diesen anfasse um so einen Teil seiner Energie aufzunehmen. Ich liebe also die Natur, in die ich glücklicherweise hineingeboren wurde! Würde ich diese so bewusst auch mit Musik in den Ohren erleben? Wohl kaum!

Während andere also total verkabelt durch die Gegend laufen und dabei ihrem mp3-Player lauschen betrachte ich Musik während des Laufens als absolutes "no go"! Bei Wettbewerben sowieso, wo es teilweise sogar verboten ist! Hinzu kommt ja, dass Musik vom Körpergefühl ablenkt, auf welches man beim Sport generell hören sollte. Aber, nachdem es - ausgenommen von hoher Lautstärke und gewisser Unachtsamkeit in der Nähe befahrener Straßen - nicht schädlich ist, sollte es jeder so halten wie es beliebt. Und speziell Einsteiger tun sich mit Musik im Ohr wesentlich leichter. Aber es gibt natürlich noch weitere Argumente die dafür sprechen (könnten):
- Wenn man sich zum wiederholten Mal über dieselbe Strecke quält.
- Wenn man einen musikalischen Motivationsschub benötigt
- Wenn man im städtischen Bereich den Umgebungslärm unterbindet
- Wenn man ...., egal - einfach so halt!

In diesem Sinne - keep on running!

Warum Supetar und nicht Bol?

Die Insel Brac zählt, wie viele andere Destinationen in Kroatien auch, zu den begehrten Urlaubszielen. Vorausgesetzt man ist bereit eine weite Anreise auf sich zu nehmen, denn immerhin geht es bis nach Split, um dann mit der Fähre das angepeilte Ziel - Supetar - zu erreichen. Diesmal allerdings als Busreisende. Erstmals nahmen wir dabei die Leistungen von THV-Reisen in Anspruch!

Auf Brac waren wir vor mehr als zwanzig Jahren schon einmal (damals mit dem Flieger). Auch die Ferienanlage kannten wir bereits, die nun Waterman Svpetrvs Resort heißt und um ein vielfaches größer und schöner ist. Mehrere Hotels, Restaurants und unzählige Appartements warten hier auf die zahlreichen Gäste. Freizeitangebote sowieso und gutes Essen natürlich auch. Alles zu beschreiben würde den Rahmen der Story eindeutig sprengen, es empfiehlt sich daher die unzähligen Informationen im Internet abzurufen oder - noch besser - selbst dort hin zu fahren. Schon allein der sauberen Strände wegen, wobei wir jenen von Banj bevorzugten, der uns feinsten Sand (!!) unter den Füßen spüren ließ!

Da wir das nahe gelegene Split bereits kannten und auch wussten, dass die Stadt wenig zu bieten hat, verbrachten wir - entgegen unserer sonstigen Gepflogenheiten - die vier Tage (die uns nach Abzug der An- und Abreise blieben) fast zur Gänze auf der Insel und genossen die Annehmlichkeiten der riesigen Anlage. Das klare Wasser lud täglich zum mehrmaligen Baden ein, denn auch die Temperatur war bereits recht angenehm. Dazwischen und abends gab es immer wieder Spaziergänge und zweimal schnürte ich auch die Laufschuhe.

Um der Überschrift gerecht zu werden will ich natürlich unseren Ausflug zum berühmtesten Strand der Insel, dem Goldenen Horn beschreiben. Wir nahmen dazu den öffentlichen Bus, der nach ca. 50 Fahrminuten Bol erreicht. Von oben kommend sah man recht bald das markante Wahrzeichen der Insel, welches wir über den von der Stadt aus führenden, bewaldeten Weg bald erreichten. Die Spitze mit dem feinen Kiesstrand war schon gut mit Badegästen belegt. Zu unserer Verwunderung gab es kaum Schattenplätze, aber auch keine sonstigen Stationen (Bars, Cafe's, Wassersportartenlte, usw.) die zum Verweilen einluden. Unser Fazit: Schön zum Ansehen (überhaupt von oben), aber den besseren Urlaub macht man sicher in Supetar. Daher fuhren wir gleich mit dem nächsten Bus (einigermaßen enttäuscht) wieder zurück!

Was gibt's noch zu erwähnen?
Im Urlaub gab es auch einen Grund zum Feiern, nämlich den Geburtstag meiner Frau, den wir in angenehmer Atmosphäre zelebrierten. Erwähnenswert ist natürlich auch, dass die Reise das gehalten hat, was vom Veranstalter versprochen wurde und dass wir sehr gut und sicher chauffiert wurden. Trotzdem wissen wir, dass wir noch immer nicht zu jenen gehören für die ein Bus zu den bevorzugten Verkehrsmitteln zählt! Nicht nur weil der Chauffeur selbst zu den weniger freundlichen Menschen zählte. Dass der Urlaub aber sehr schön und erholsam war und das Ziel richtig gewählt, das wissen wir!


Weitere Bilder finden sich - hier
Und einen lohnenden Blick in's Ressort bietet das nachfolgende Video:

Laufen und Wandern in der Fremde! Aber wo?

Die Zeit der Sommerurlaube naht für viele und auch ich verreise demnächst wieder - an's Meer! Wie fast immer sind natürlich auch meine Laufschuhe mit im Gepäck. Das bedeutet, dass neben den vielen Möglichkeiten am Wasser auch sonstige sportliche Aktivitäten geplant sind und ein paar feine Laufeinheiten sowieso. Aber wo? Denn die Outdoor-Strecken der Heimat kennt man ja, jene in der näheren Umgebung vielleicht auch, aber ein wenig weiter weg, oder gar in anderen Ländern und Kontinenten wird's schon schwierig! Es kann - im Normalfall - also schon vorkommen, dass man dabei planlos etliche Irrwege in Kauf nehmen muss, um wenigstens halbwegs passable Lauf- und Wanderstrecken zu finden.

Die eine Variante, vor Ort nach geeigneten Karten und Informationen zu fragen, können wir getrost vergessen. Sie funktioniert fast nie! Es gibt aber keine Ausrede um Urlaube nicht doch stressfrei genießen zu können! Denn man kann rechtzeitig und voraus schauend planen, weil sich genügend Aufzeichnungen im Internet finden! Wobei an dieser Stelle bewusst jene Seiten ausgeklammert werden, die in Verbindung zur gelaufenen Zeit stehen, wie z.B. runtastic, Garmin Connect uvm. Die Zeiten sind im gegebenen Fall nebensächlich, was zählt sind die Strecken und daher denke ich an Tools wie GPSies.com.

Was bedeutet das konkret für Freizeit- bzw- Freiluft-Sportler? Wenn du einen fremden Ort besuchst, dann stöberst du einfach bei GPSies, weil hier Lauf-, Wander- und sonstige Strecken aus der ganzen Welt zu finden sind. Du gibst den Ort ein und die gewünschte Sportart. Dann erhältst du jene Strecken, die andere User eingegeben haben. Mit allen Informationen die du brauchst, wie z.B. Länge, Beschreibung, Entfernung und Höhenangaben. Somit gibt es genügend Möglichkeiten am Ort deiner Wahl relativ rasch deinem Outdoor-Hobby nachzugehen, weil tausende Menschen ihre Tracks hochgeladen haben, wie ich übrigens auch!

Das bedeutet, auch der Rastlose macht regelmäßige Aufzeichnungen mit einer GPS-Uhr die dann (in meinem Fall) an Garmin Connect geschickt werden. Hier finden sich die Läufe und Wettbewerbe der letzten Jahre. Interessante Tracks, von denen ich annehme dass diese auch von anderen gelaufen oder gegangen werden können, trage ich auch in meinen Account bei GPSies ein. Bisher sind es so an die 70, aus meiner Heimat, aus Europa und darüber hinaus, aber auch aus vielen Wettbewerben. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei, wer weiß?

Der Rastlose bei
- Garmin Connect
- GPSies