Verona, Nabucco und der Gardasee

Im Jahr 2002 war ich das erste Mal in Verona, allerdings nur bei einem Zwischenstopp im Zuge einer Frankreichreise. Obwohl kein "Wiederholungstäter" wusste ich, dass dies nicht das letzte Mal war. Fünf Jahre später buchten meine Frau und ich einen Verona-Trip mit Opern-Besuch in der berühmten Arena di Verona! Aida stand am Programm. Und obwohl ich nicht zu den ausgewiesenen Opernfans zähle war ich von der Darbietung, wie auch der Atmosphäre angetan. Natürlich nutzten wir die Gelegenheit die bezaubernde Stadt näher kennen zu lernen die viel Geschichte in sich trägt. Wie auch jene von Romeo und Julia, deren Haus mit Balkon ein Touristenmagnet ist!

Letztes Jahr ein Kurzausflug nach Verona. Bei schlechtem Wetter heizte Adele in der zweifach ausverkauften Arena mit ihrer kraftvollen Stimme so ein, dass sich die Wolken bald verzogen und wir ein Konzert der Extraklasse genießen konnten!

Vor einigen Tagen ging es wieder nach Verona. Die Anreise war insofern beschwerlich, weil wir nicht die einzigen waren, die sich auf den Weg machten. Staus ohne Ende verlängerten die Anreise recht ordentlich! Unser Quartier - das SHG Hotel Verona - lag auf dem Weg von der Autobahn in die Stadt. Es ist ziemlich neu renoviert, sehr sauber und empfehlenswert!

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel bei dem wir den Flair der Stadt ebenso genossen wie ein köstliches Eis oder ein feines, italienisches Abendmahl machten wir uns wieder auf den Weg zur Arena. Man muss rechtzeitig da sein, wenn man keine Platzkarten hat, denn die Steinstufen der hinteren Ränge sind bald besetzt! Dann warten wir bei sommerlichen Temperaturen bis endlich Verdi's Nabucco beginnt. In der aktuellen Aufführung hat Regisseur Arnaud Bernard den Opern-Klassiker von jedem biblischen Bezug befreit, modernisiert und zu einer antiösterreichischen Oper gemacht, was mich als Nichtkenner nicht störte.
Die Musik war ja die selbe und die Vorführung war genauso beeindruckend wie das Bühnenbild und die Gesangsdarbietungen mit großem Aufgebot. Der Gefangenenchor selbst eine beeindruckende und stimmgewaltige Szene (siehe aktuelles Video ganz unten)! Danach ging es noch auf einen Drink in den nach wie vor belebten Gassen der Altstadt!

Die Rückreise erfolgte - wie vor zehn Jahren auch - am wunderschönen Gardasee vorbei. Das heißt nicht ganz, weil wir natürlich zwischendurch auch Rast machen. Plätze finden sich genug! Wie üblich waren wahrscheinlich zigtausende Menschen unterwegs, die Straßen und Orte also bummvoll! Die schöne Landschaft verließen wir dann Richtung Autobahn, die wir bis Bozen fuhren um dann in das Pustertal abzubiegen. Dieses erstreckt sich bis Lienz und gilt als eines der beliebtesten Täler der Alpen. Wohl auch deshalb, weil es hier mit den "Drei-Zinnen", dem Wahrzeichen der Dolomiten ein bekanntes Ausflugsziel gibt. Wir blieben wieder einmal in Innichen stehen. Hier fand gerade ein Handwerksmarkt statt durch den wir bummelten, um uns dann nochmals für den Rest der Reise zu stärken!

Schön wars' aber auch anstrengend, denn die 900 gefahrenen Kilometer, der rege Verkehr und die vielen Stau's hatten es in sich. Ich glaube, das nächste Mal bleiben wir wieder etwas länger ...!

Kärnten läuft und (m)ein Comeback!?

Sechs Jahre Wettkampf-Abstinenz liegen hinter mir, bis vor ein paar Tagen! Kenner wissen den Grund, der in einer langjährigen und dauerhaften Krankheit liegt. Es gab aber zunehmend gesundheitliche Fortschritte, die Ausfälle wurden weniger und die Laufeinheiten regelmäßiger. Das führte dazu, dass ich bereits zweimal beim Charity-Event "Wings for Life Run" mitmachte. Aber so ein richtiger Wettkampf ist halt doch etwas anderes! Was lag also näher als bei der größten Laufveranstaltung des Südens - Kärnten Läuft - einen Test zu wagen. Wohl wissend, dass die alten (Best-)Zeiten nicht mehr erreichbar sind. Darum geht und ging es hier auch nicht, sondern um endlich wieder einmal "Laufluft" zu schnuppern, Freunde zu treffen, dabei sein zu können! Daher ab zum Kärnten läuft Viertelmarathon!

Im Gegensatz zum ordentlich verregneten Vortag begann der Sonntag etwas kühl, aber vorwiegend sonnig. Ideales Laufwetter also! Und so versammelten sich am Spitz der Halbinsel in Pörtschach so an die 1.500 Menschen zum Start. Unter ihnen auch der amtierende Bundeskanzler Christian Kern mit Frau! Die Stimmung war gut, wohl auch weil die Antenne Kärnten musikalisch ordentlich einheizte. Ein Moderator machte zusätzlich gute Stimmung und interviewte einige Teilnehmer. Die Frage, die er dabei oft stellte gefiel mir gut. Nämlich, "Wann ist der Lauf für dich erfolgreich?"! Nicht an mich, beantwortet habe ich sie trotzdem: Wenn ich einen gleichmäßig, lockeren Lauf absolvieren und das Ziel unter einer Stunde erreichen kann!

Und? Hat sich der persönliche Erfolg eingestellt? Ja, weil sich mein Wunsch (siehe oben) mehr als erfüllte. Denn ursprünglich hatte ich an eine Zeit von 5:35 Minuten/ KM gedacht die für meinen Plan notwendig gewesen wäre. Gleich von Beginn an pendelte ich mich aber bereits bei einem Schnitt von 5:18 min/ KM ein um überraschenderweise festzustellen, dass noch mehr ginge (was sich dann auch am schnelleren Tempo gegen Ende hin bemerkbar machte)! Ein Risiko einzugehen wäre unsinnig gewesen und die tatsächliche Zielzeit von 55:53 Minuten ist für mich sowieso ein absoluter Wahnsinn und nach so vielen Entbehrungen mehr als ich mir je erträumt hatte!

Rückblickend war es richtig, gerade bei Kärnten läuft den Wiedereinstieg zu versuchen. Es ist schließlich DER jährliche Fixpunkt der Laufszene bei dem sich alle treffen. Egal ob jung, alt, schnell oder langsam. Familien, Kinder und Hunde sind ebenso dabei, wie Gäste aus dem In- und Ausland. Respekt und Anerkennung gilt der erprobten Kombination, bestehend aus dem Profi Michael Kummerer (heuer erstmals mit eigener Agentur), der Kleinen Zeitung, wie auch der Raiffeisen-Landesbank, die Gästen und Athleten wieder ein Laufevent der Extraklasse bescherte. Hinzu kommt die einzigartige Kulisse Kärntens, wie auch die Streckenwahl entlang des Wörthersees.

Mein persönliches Resumee?
Ich bin froh mich - nach längerem Zögern - für eine Teilnahme entschieden zu haben, die für mich sportlich, wie auch emotional, mehr als erfolgreich verlief! Besteht nun die Gefahr zum "Wiederholungstäter" zu werden? Ich weiß es nicht ...!

Nachfolgend noch meine Aufzeichnungen

Die weite Reise einer Hochzeitskarte aus dem Allgäu!

Wenn Menschen den Bund der Ehe schließen dann gibt es neben den "Klassikern" auch viele schöne Bräuche. Einer davon ist Karten mittels Luftballons steigen zu lassen, in der Hoffnung, dass diese auch gefunden werden weil das den Brautleuten zusätzliches Glück bringt. Das haben auch Nora & Florian gemacht, die sich in Buxheim, im deutschen Allgäu, am 7. Juli 2017 das Ja-Wort gegeben haben! Wahrscheinlich sind dann auch etliche Ballons gestartet worden und ebenso wahrscheinlich ist es auch, dass so manche schon beim Start "verglühten". Der Wunsch einer möglichst langen Reise der meisten Ballons ist ebenso legitim wie jener des gefunden werdens. Von einem können wir an dieser Stelle berichten!

Von jenem nämlich, der es bis nach Kärnten schaffte, genauer gesagt bis in den Muraunberg, im Süden der Stadt St. Veit an der Glan! In jenen Wald in dem meine Frau am 27. Juli 20017 vergeblich versuchte Schwammerln zu finden. Hartnäckig wie sie nun einmal ist stieg sie weiter bis ins tiefste Dickicht, um dann doch fündig zu werden - die Karte aus Bayern war's, die an der Schnur des roten Luftballons im Gestrüpp lag. An einer Stelle wo sich üblicherweise kaum ein Mensch hinein verirrt!

Die Karte, die einen Weg von mindestens 350 Kilometer (gerade Luftlinie) überstanden hat, die mit der Bitte versehen war, diese an das Brautpaar zu senden, weil dies Glück bringt, muss natürlich an den Absender zurück, was auch geschah. Aufgrund der Besonderheit der Geschichte war es uns auch ein Anliegen, diese Story als positiven Beitrag des Tages an eine Tageszeitung zu senden. Und die Kleine Zeitung Kärnten war dann auch so nett, diesen am 8. August 2017 zu veröffentlichen!

Wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dies das mediale Ende der Aktion war. Denn es ging weiter, und wie!

Gleich am Tag des Erscheinens des Artikels in der Kleinen Zeitung meldete sich beim österreichischen Musiksender Ö3 und kündigte den Wunsch zu einem Interview für die Ö3 Drivetime-Show an. Gesagt getan (siehe Flo und Nora Teil 1). Da sich das Brautpaar auf die Rücksendung der Karte noch immer nicht gemeldet hat ließ Ö3 nicht locker und nahm Kontakt zum deutschen Partnersender Bayern 3 auf, die bei der Suche der beiden helfen soll. Das ist auch gelungen! Daher gab es am nächsten Tag im Ö3 Wecker Ausschnitte aus der Telefonkonferenz zu hören, die Elisabeth mit Flo führte. Der Grund des Nichtmeldens ist ein verständlicher, die beiden flittern noch! An dieser Stelle also euch beiden die besten Wünsche zur Hochzeit, verbunden mit ewigen Glück, welches aufgrund der Karte sowieso gewährleistet sein müsste!

Medienberichte - Kleine Zeitung,
Ö3 und Bayern3
An dieser Stelle vielen Dank
- an meine Frau als Finderin und vor allem ihrer Initiative
- an die Kleine Zeitung, die sich der Geschichte annahm
- an Ö3 für die Verbreitung in der Drivetime und dem Wecker
- an Bayern3 für die tatkräftige Unterstützung
und natürlich herzlichen Glückwunsch an das Brautpaar!

Nachfolgend die Links zu
- der Geschichte in der Kleinen Zeitung
  und auf der Facebook-Seite der Kleinen Zeitung
- die tolle Aufbereitung auf Ö3
  und auf der Facebook-Seite von Ö3
das gelöste Rätsel durch Bayern3
  und auf der Facebook-Seite von Bayern3
- Ö3 Drivetime - Interview mit der Finderin
- Ö3 Wecker - Telefonkonferenz Finderin und Bräutigam

Laufstrecken in Kärnten: St. Veit - Ranftlhof-Taggenbrunn

Kärnten ist ein Paradies, die Landschaft einzigartig und die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung unbegrenzt! Laufen kann man hier überall! Nicht nur deshalb habe ich mir vorgenommen, ab sofort und regelmäßig einige Laufstrecken hier im Blog vorzustellen. Bei der ersten handelt es sich um eine meiner Lieblingsstrecken! Sie ist einigermaßen anspruchsvoll, führt vorwiegend durch bewaldetes Gebiet und weist doch so manche Höhenmeter auf.

Track St. Veit: Ranftlhof-Zensweg-Pupitsch-Hunnenbrunn-Sand-Tschirnig
Nachdem die meisten Läufer in St. Veit vom Hallenbad aus starten (sofern sie in Gruppen unterwegs sind) habe auch ich diesen beliebten Treffpunkt als Ausgangspunkt gewählt. Von dort geht es über das Wayerfeld bis zum Schloss Kölnhof. Im ersten Waldstück dann gleich die erste Steigung zum Ranftlhof hinauf. Am Reitgestüt und der - nach wie vor - beeindruckenden "Funder-Villa" vorbei führt die Strecke nach Zensweg.

In Zensweg laufen wir die Wimitzer Straße rechts weg Richtung Kraig, wo wir aber kurz nach dem Marterl zum Hl. Nepomuk wieder rechts zum Wald hin einbiegen. Der Weg nennt sich Schlossweg und führt eben dort hin, zum Schloss Hunnenbrunn, welches als Business-Center adaptiert wurde. Es könnte sich aber lohnen am wunderschön gelegenen Teich Rast zu machen, der in letzter Zeit zu einem wahren Schmuckstück gemacht wurde!

Nun geht es bei Hunnenbrunn kurz zur Hauptstraße wo es beim Ortsende Sand nach rechts und nach Überquerung des Wimitzbaches wieder rechts in den Wald geht. Auf weichem Boden geht es einige Kilometer dahin bis man neben der Schnellstraße wieder eine kurze Strecke an der Straße läuft. Taggenbrunn im Blickfeld geht es unter der Burg den Wg entlang, um bei Tschirnig wieder zum Ausgangspunkt zurückzulaufen.

Die gesamte Fotoserie findest du durch Kick auf den LINK.
Streckendetails im nachfolgendem GPSies-Track! Viel Spaß!

Music in the air! Äh "ear"!

Beim Thema Laufen mit Musik scheiden sich die Geister: Man liebt es oder man hasst es. „Für mich ist Musik wie Doping. Wenn es musikalisch zur Sache geht, motiviert mich das, auch beim Laufen noch einen Zahn zuzulegen“, sagen die einen. „Meine Musik sind die Geräusche der Natur – das Zwitschern der Vögel und das Rauschen des Windes. Dröhnung aus dem Kopfhörer brauche ich da nicht“, entgegnen die anderen.

Die zuletzt getätigte Aussage trift bei mir zu 100% zu. So streife ich bei meinen Läufen vorwiegend durch Wälder meiner Heimat von denen es eine ganze Menge gibt und die bei sommerlichen Temperaturen zudem höchst angenehm wirken. Ich genieße also "Natur pur", höre die Geräusche des Waldes, die Vögel und nehme die Kraft der Umgebung in mich auf. So kann es auch sein, dass ich neben einem kräftigen Baum stehen bleibe, diesen anfasse um so einen Teil seiner Energie aufzunehmen. Ich liebe also die Natur, in die ich glücklicherweise hineingeboren wurde! Würde ich diese so bewusst auch mit Musik in den Ohren erleben? Wohl kaum!

Während andere also total verkabelt durch die Gegend laufen und dabei ihrem mp3-Player lauschen betrachte ich Musik während des Laufens als absolutes "no go"! Bei Wettbewerben sowieso, wo es teilweise sogar verboten ist! Hinzu kommt ja, dass Musik vom Körpergefühl ablenkt, auf welches man beim Sport generell hören sollte. Aber, nachdem es - ausgenommen von hoher Lautstärke und gewisser Unachtsamkeit in der Nähe befahrener Straßen - nicht schädlich ist, sollte es jeder so halten wie es beliebt. Und speziell Einsteiger tun sich mit Musik im Ohr wesentlich leichter. Aber es gibt natürlich noch weitere Argumente die dafür sprechen (könnten):
- Wenn man sich zum wiederholten Mal über dieselbe Strecke quält.
- Wenn man einen musikalischen Motivationsschub benötigt
- Wenn man im städtischen Bereich den Umgebungslärm unterbindet
- Wenn man ...., egal - einfach so halt!

In diesem Sinne - keep on running!

Warum Supetar und nicht Bol?

Die Insel Brac zählt, wie viele andere Destinationen in Kroatien auch, zu den begehrten Urlaubszielen. Vorausgesetzt man ist bereit eine weite Anreise auf sich zu nehmen, denn immerhin geht es bis nach Split, um dann mit der Fähre das angepeilte Ziel - Supetar - zu erreichen. Diesmal allerdings als Busreisende. Erstmals nahmen wir dabei die Leistungen von THV-Reisen in Anspruch!

Auf Brac waren wir vor mehr als zwanzig Jahren schon einmal (damals mit dem Flieger). Auch die Ferienanlage kannten wir bereits, die nun Waterman Svpetrvs Resort heißt und um ein vielfaches größer und schöner ist. Mehrere Hotels, Restaurants und unzählige Appartements warten hier auf die zahlreichen Gäste. Freizeitangebote sowieso und gutes Essen natürlich auch. Alles zu beschreiben würde den Rahmen der Story eindeutig sprengen, es empfiehlt sich daher die unzähligen Informationen im Internet abzurufen oder - noch besser - selbst dort hin zu fahren. Schon allein der sauberen Strände wegen, wobei wir jenen von Banj bevorzugten, der uns feinsten Sand (!!) unter den Füßen spüren ließ!

Da wir das nahe gelegene Split bereits kannten und auch wussten, dass die Stadt wenig zu bieten hat, verbrachten wir - entgegen unserer sonstigen Gepflogenheiten - die vier Tage (die uns nach Abzug der An- und Abreise blieben) fast zur Gänze auf der Insel und genossen die Annehmlichkeiten der riesigen Anlage. Das klare Wasser lud täglich zum mehrmaligen Baden ein, denn auch die Temperatur war bereits recht angenehm. Dazwischen und abends gab es immer wieder Spaziergänge und zweimal schnürte ich auch die Laufschuhe.

Um der Überschrift gerecht zu werden will ich natürlich unseren Ausflug zum berühmtesten Strand der Insel, dem Goldenen Horn beschreiben. Wir nahmen dazu den öffentlichen Bus, der nach ca. 50 Fahrminuten Bol erreicht. Von oben kommend sah man recht bald das markante Wahrzeichen der Insel, welches wir über den von der Stadt aus führenden, bewaldeten Weg bald erreichten. Die Spitze mit dem feinen Kiesstrand war schon gut mit Badegästen belegt. Zu unserer Verwunderung gab es kaum Schattenplätze, aber auch keine sonstigen Stationen (Bars, Cafe's, Wassersportartenlte, usw.) die zum Verweilen einluden. Unser Fazit: Schön zum Ansehen (überhaupt von oben), aber den besseren Urlaub macht man sicher in Supetar. Daher fuhren wir gleich mit dem nächsten Bus (einigermaßen enttäuscht) wieder zurück!

Was gibt's noch zu erwähnen?
Im Urlaub gab es auch einen Grund zum Feiern, nämlich den Geburtstag meiner Frau, den wir in angenehmer Atmosphäre zelebrierten. Erwähnenswert ist natürlich auch, dass die Reise das gehalten hat, was vom Veranstalter versprochen wurde und dass wir sehr gut und sicher chauffiert wurden. Trotzdem wissen wir, dass wir noch immer nicht zu jenen gehören für die ein Bus zu den bevorzugten Verkehrsmitteln zählt! Nicht nur weil der Chauffeur selbst zu den weniger freundlichen Menschen zählte. Dass der Urlaub aber sehr schön und erholsam war und das Ziel richtig gewählt, das wissen wir!


Weitere Bilder finden sich - hier
Und einen lohnenden Blick in's Ressort bietet das nachfolgende Video:

Laufen und Wandern in der Fremde! Aber wo?

Die Zeit der Sommerurlaube naht für viele und auch ich verreise demnächst wieder - an's Meer! Wie fast immer sind natürlich auch meine Laufschuhe mit im Gepäck. Das bedeutet, dass neben den vielen Möglichkeiten am Wasser auch sonstige sportliche Aktivitäten geplant sind und ein paar feine Laufeinheiten sowieso. Aber wo? Denn die Outdoor-Strecken der Heimat kennt man ja, jene in der näheren Umgebung vielleicht auch, aber ein wenig weiter weg, oder gar in anderen Ländern und Kontinenten wird's schon schwierig! Es kann - im Normalfall - also schon vorkommen, dass man dabei planlos etliche Irrwege in Kauf nehmen muss, um wenigstens halbwegs passable Lauf- und Wanderstrecken zu finden.

Die eine Variante, vor Ort nach geeigneten Karten und Informationen zu fragen, können wir getrost vergessen. Sie funktioniert fast nie! Es gibt aber keine Ausrede um Urlaube nicht doch stressfrei genießen zu können! Denn man kann rechtzeitig und voraus schauend planen, weil sich genügend Aufzeichnungen im Internet finden! Wobei an dieser Stelle bewusst jene Seiten ausgeklammert werden, die in Verbindung zur gelaufenen Zeit stehen, wie z.B. runtastic, Garmin Connect uvm. Die Zeiten sind im gegebenen Fall nebensächlich, was zählt sind die Strecken und daher denke ich an Tools wie GPSies.com.

Was bedeutet das konkret für Freizeit- bzw- Freiluft-Sportler? Wenn du einen fremden Ort besuchst, dann stöberst du einfach bei GPSies, weil hier Lauf-, Wander- und sonstige Strecken aus der ganzen Welt zu finden sind. Du gibst den Ort ein und die gewünschte Sportart. Dann erhältst du jene Strecken, die andere User eingegeben haben. Mit allen Informationen die du brauchst, wie z.B. Länge, Beschreibung, Entfernung und Höhenangaben. Somit gibt es genügend Möglichkeiten am Ort deiner Wahl relativ rasch deinem Outdoor-Hobby nachzugehen, weil tausende Menschen ihre Tracks hochgeladen haben, wie ich übrigens auch!

Das bedeutet, auch der Rastlose macht regelmäßige Aufzeichnungen mit einer GPS-Uhr die dann (in meinem Fall) an Garmin Connect geschickt werden. Hier finden sich die Läufe und Wettbewerbe der letzten Jahre. Interessante Tracks, von denen ich annehme dass diese auch von anderen gelaufen oder gegangen werden können, trage ich auch in meinen Account bei GPSies ein. Bisher sind es so an die 70, aus meiner Heimat, aus Europa und darüber hinaus, aber auch aus vielen Wettbewerben. Vielleicht ist auch für dich etwas dabei, wer weiß?

Der Rastlose bei
- Garmin Connect
- GPSies

Quo vadis Sonnenlauf?

Seit dem Jahr 2004 veranstaltet der LC Vitus den St. Veiter Sonnenlauf, kürzlich sogar schon in der 14. Auflage! Gratulation an alle AthletInnen, die dabei waren, gekämpft und dabei ihre kleinen und großen Ziele erreicht und/ oder sogar über erfüllt haben! Man sah viele Leistungen auf hohem Niveau und von Eva Wutti sogar einen neuen Kärntner Halbmarathon-Rekord! Lob gebührt natürlich auch dem routinierten Organisationsteam, welches für den reibungslosen Ablauf sorgte! Trotzdem ist schon seit längerer Zeit ein Rückgang bei den Finishern feststellbar, wie dies die Grafik rechts unten verdeutlicht! Warum eigentlich?

Foto: Kleine Zeitung vom 8. Mai 2017
Das liegt nicht an den Teilnehmern die ihr Bestes geben, auch nicht am bereits erwähnten Ablauf, sehr wohl aber an der fehlenden Weiterentwicklung. Was einst gut war ist jetzt überholt! So deutet vieles darauf hin, dass der Wettbewerb im Entwicklungsstadium stecken geblieben ist. Denn wenn man sieht, dass an der Strecke kaum Menschen zu finden sind, die Sieger nahezu unbemerkt am Hauptplatz einlaufen, die Anreize dabei zu sein sich auf den persönlichen Ehrgeiz beschränken, dann fehlt was! So ist das auch wenig verwunderlich, wenn am Tag danach kaum etwas in der Presse zu lesen ist, noch die Webseite aktuelle Informationen zeigt.

Eine große Chance hat man bereits im Jahr 2013 vergeigt, wo die 10. Auflage dieser prestigeträchtigen Veranstaltung genauso untergegangen ist wie das gleichzeitig stattfindende 10-Jahr-Jubiläum des Veranstalter-Vereines. Anstatt eventuell ehemalige SiegerInnen und/ oder Personen der ersten Stunde einzuladen und das Ereignis in vielfältiger und verdienter Weise zu feiern, hat man es tot geschwiegen! Mich sowieso!

Sonnenlauf-Finisher, bedenkliche Entwicklung?
Als Gründer des LC Vitus, wie auch als Erfinder und mehrjähriger Organisator dieser Veranstaltung bin meinen Nachfolgern sehr dankbar diese zumeist schwierige und oft undankbare Arbeit fortzusetzen. Gleichzeitig, denke ich, ist mir eine Stellungnahme dieser Art erlaubt.
Man benötigt innovative Köpfe, Menschen mit Ideen, "Antreiber" genauso wie gute Umsetzer, wie auch ein verlässliches Team, also beides! Als Erfinder und Motor habe ich mich in der ersten Rolle gesehen und versuchte daher in meiner Ära stets neue Dinge zu probieren. So habe ich versucht zusätzliche Angebote (Kletterturm) einzubauen um zusätzliche Zielgruppen zu erreichen, sehr früh die Möglichkeiten des Internet intensiv eingesetzt und auch Musik an der Strecke eingebaut. Es gab immer wieder neue Pläne wie z.B. Stationen auf der Strecke aktiv mit Publikum und/ oder Bands zu besetzen und neue Anreize schaffen. Leider bin ich bei diesen, wie auch anderen Ideen (Trommler), am Widerstand einiger (noch im Amt befindlicher) Kollegen kläglich gescheitert. Es gab Verwerfungen, die letztendlich mein Ausscheiden aus dem Verein und als Organisator zur Folge hatten.

Gut gefüllter Hauptplatz 2004
Was hat sich aber verändert? Wenig, sogar die von mir verfasste Einladung ist nahezu unverändert! Hinzu kommt, kein Marketing und die bescheidene Öffentlichkeitsarbeit wird den Teilnehmern bzw. den Sponsoren überlassen. Die Website dümpelt unattraktiv und wenig aktuell dahin, Social-Media ist ein Fremdwort, Zeitungsberichte und Bilder (von Sportfotografen!) gibt es so gut wie überhaupt nicht mehr! Trotz Verbesserung der Halbmarathonstrecke und zusätzlicher Wettbewerbe ist ein merkbarer Abfall zu verzeichnen, der die Gönner der Veranstaltung wohl kaum begeistern wird!

Fazit: Wenn es an der Strecke keine Begeisterung gibt, dann überträgt sich das auch auf die Motivation der Läufer, die in der Folge dort hin abwandern, wo auch um den Lauf herum gute Stimmung herrscht! Einundzwanzig einsame Kilometer können sehr lang sein, Für manche zu lang, noch dazu wenn begeisternde Zuseher ausbleiben. Der Sonnenlauf St. Veit hat ein Potenzial von ca. 500 Athleten. Darüber wird's schon einmal aufgrund der Engstelle bei der Bezirkshauptmannschaft schwierig und gefährlich. Dieses dauerhaft zu erhalten ist mit zusätzlicher Arbeit und Kreativität verbunden. Der Knackpunkt ist also, dass man ohne regelmäßiges nachjustieren weiterhin Läufer verlieren wird, die eher "am Zahn der Zeit" arbeiten. Die Organisation ist top, der Ablauf ebenfalls! Reicht es aber auf Dauer das bestehende gut zu verwalten? Wohin geht also der Sonnenlauf? Was meint ihr?

Wings for Life, die ganze Welt läuft für einen guten Zweck, so auch ich!

Es handelt sich bei diesem einzigartigen Wettbewerb um den "Wings for Life Run", der am 7. Mai 2017 bereits zum vierten Mal ausgetragen wurde und dessen Erlös zur Gänze der Rückenmarkforschung zufließt und von RedBull organisiert und veranstaltet wird. Nachfolgend eine Kurzbeschreibung des einzigartigen Wettbewerbes:
Veranstalterfoto/ wingsforliferun
In 25 Städten auf der ganzen Welt wird zeitgleich der Wings for Life World Run eröffnet. Bei diesem einzigartigen Charitylauf gibt es keinen Zieleinlauf. Jeder Läufer kann so lange laufen bis er vom sogenannten Catcher Car überholt wird. Dieses setzt sich genau 30 Minuten nach dem Startschuss in Bewegung und erhöht sukzessive seine Geschwindigkeit. Ein Großteil der Läufer wird zwischen Kilometer 12 und 23 eingeholt. Die schnellsten Läufer der Welt erreichen beim Wings for Life Run allerdings bis zu 90 km.
Der Sieger war erstmals ein Rollstuhlfahrer und wurde in Dubai gekürt. Aron Anderson (SWE) gewann mit unglaublichen 92,14 Kilometern. Der Läufer mit der am weitesten gelaufenen Distanz ist Bartosz Olszewski (POL) mit 88,06 Kilometern.

Bedingt durch meine positiven Eindrücke aus dem Vorjahr, die ich - trotz mäßigem Abschneidens - mitgenommen habe, ließ ich es mir nicht nehmen, auch heuer wieder dabei zu sein wenn es heißt "Laufen und Spenden"! Am Vortag in Wien angekommen übernachtete ich in der Pension Lehrerhaus, unweit des Startgeländes. Praktisch! So genoss ich die Zeit bis zum Start um dem Treiben am Rathausplatz zuzusehen, aber auch ein wenig die Stadt zu genießen und mich gedanklich auf den nächsten Tag einzustimmen.

Meine Freude an der wiederholten Teilnahme stieg zunehmend und ist einfach erklärt. Die Diagnose Rheuma ließ mich erahnen wie es sich anfühlt unbeweglich zu sein. In meinem Fall änderte sich das zum Positiven. Trotzdem werde ich den Laufsport nie wieder so ausüben können wie ich es jahrelang praktizierte. Nun, nach sechs Jahren der Qual fühle ich mich gut und denke die Krankheit weitest gehend überwunden zu haben. Nachdem zunehmend passable Distanzen (wöchentlich wieder ca. 40 KM) und Zeiten laufe war mein Ziel bei einem Schnitt von 5:40 Minuten/ Kilometer an die 17-18 Kilometer zu laufen. Im Normalfall locker machbar. Doch was ist heute schon normal?

Ein gutes Kilometer-Splitting sieht anders aus!
Die Splitting-Tabelle zeigt schonungslos, dass ich mein Vorhaben sehr bald aufgeben musste, da die Geschwindigkeitskurve bereits nach wenigen Kilometern nach unten zeigte. Dieser unerklärliche Einbruch zwang mich zu mehreren Stopps um bei KM 8 endgültig den Tiefpunkt zu erreichen. Das war's dann wohl?
Nicht mit mir! Deshalb fahre ich nicht nach Wien. Und so kämpfte ich mich tapfer zurück und pendelte mich bald wieder bei guten Zeiten ein. Zu spät allerdings um mein angepeiltes Ziel zu erreichen, aber trotzdem stolz auf meine mentale Stärke und glücklich nie aufgegeben zu haben. Letzteres war sowieso nie meines! So bin ich mit diesem Plus/Minus-Ergebnis zufrieden und 14,3 Kilometer sind's dann auch geworden!

Was gibt es sonst noch zu erzählen? Wien zählt zu den Hot-Spots der Veranstaltung und an die 14.000 TeilnehmerInnen unterstreichen dies eindrucksvoll. Was aber generell so faszinierend ist, ist die positive Grundstimmung. Es geht um nichts und doch sehr viel! Nämlich dass jene die laufen können jenen helfen die dazu nicht (mehr) in der Lage sind (mit "I ran for those who can't" stehts auch auf meiner Urkunde). Und daher ist diese Idee so wichtig, die heuer weltweit 155.000 Menschen auf die Beine brachte. Das zählt und sonst nichts! Daher ist mein Entschluss fix, auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein!

Nachfolgend ein paar meiner Impressionen in einem Kurzvideo zusammen gefasst!

Der neue Blog eines ewig Rastlosen!

Was bedeutet es zu bloggen und warum tut man sich das an?
Es bedeutet auf alle Fälle Lust am Schreiben zu haben und Zeit in ein Thema investieren zu wollen, welches man damit besetzen will. Das ist insofern wichtig, weil man ja eine Art "Fachzeitschrift" auf den Markt bringt, dessen Inhaber und Autor man ist. Für alle und jeden zu schreiben ist also Blödsinn, absehen davon bringt diese Strategie wohl kaum geeignete Stammleser. Mein privater "SilberLäufer" Blog, den ich bis zum Herbst des Vorjahres mit vielen Geschichten füllte, hatte daher eine klar definierte Zielgruppe und erreichte damit monatlich tausende Gleichgesinnte.

Wie der ehemalige Blog-Name schon vermuten lässt war es das Laufen über das ich berichtete und welches mich bis heute nicht mehr losgelassen hat. Obwohl sehr spät damit begonnen (mit 50!) konnte ich bis jetzt zig-tausende Kilometer absolvieren und unzählige Wettbewerbe in Österreich, Europa und Übersee bestreiten. Aufgrund einer einigermaßen schweren Erkrankung gab es im Jahr 2011 einen brutalen Stopp den ich u.a. hier beschrieben habe. Nach vielen langen Pausen konnte ich nach und nach und äußerst mühevoll wieder einsteigen. Ich laufe wieder, allerdings ohne Wettbewerbe und ein wenig anders als früher. Aber ich laufe!

Der SilberLäufer ist Geschichte mein neuer Blog aber trotzdem kein Neustart und heißt (in Anlehnung an mein rast- und ruheloses Leben) "Rast|Los", weil ich ja - trotz Pensionsalter - auch beruflich noch lange keine Ruhe gebe. Hier geht's aber um mein Privatleben welches auch weiterhin "bewegt" sein wird und so wird die neue Seite das Thema Bewegung zum Schwerpunkt setzen und natürlich weiterhin über's Laufen berichten, aber auch über andere Freizeit-Aktivitäten, wie z.B. Wandern (so wie im Bild rechts im August 2016 auf der Turrach), sonstige Sportarten, diverse Reisen uvm.

War mein Ziel bisher meine Leser zum Laufen zu animieren und dabei über verschiedenste Erlebnisse eines zunehmend erfolgreichen Hobbyathleten, über Lauftechniken und Wettbewerbe zu berichten, so erweitert sich natürlich mein Spektrum, welches früher sehr klar definiert war. Ist es auch diesmal, weil ich (Baujahr 1949) meinen Fokus nun auf jene lege, die auch mit zunehmenden Alter aktiv sind, bzw. aktiv bleiben (wollen). Denn eines ist klar, ohne diese regelmäßige Bewegung, ohne meine Lauf- und Wettkampferfahrung und ohne den sich daraus ergebenden Lebensstil, hätte ich meine Erkrankung niemals so im Griff wie es jetzt der Fall ist (mir geht's gut). Bewegung lohnt sich also nicht nur deshalb, sondern immer und so lange es geht! Das Zauberwort ist also in fast allen Fällen das gleiche - TUN!

Abschließend noch etwas:
Damit Altes aber nicht verloren geht habe ich so eine Art "best off" vom SilberLäufer behalten und einige Geschichten nach diesem Beitrag in den neuen Blog integriert. Wäre doch schade d'rum!